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Alain de Benoist



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robert223



Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 2631


BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 2:20 pm Beitrag speichern    Titel: Alain de Benoist Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hi!

Habt ihr von dem Typen schonmal gehört?
Ich kannte den vorher net...zuerst dachte ich dass des wieder so ein typischer Neo-Nazi is, aber einige seiner Punkte sind netmal so schlecht als Grundkonzept meiner Meinung nach.

Siehe hier:
Zitat:
„Die alte Rechte ist tot – Sie hat es wohl verdient“ ist eine typische Aussage von Benoist. So sind die von ihm initiierten Denkrichtungen unter dem Terminus „Nouvelle Droite“ („Neue Rechte“) bekannt geworden. Benoists Denken ist im Laufe der Jahre einigen Wandlungen unterlegen. Bestimmte Themenstellungen durchziehen sein Werk jedoch wie ein roter Faden.

Benoists zentrales Leitmotiv ist der Antiegalitarismus, der für ihn die Grundlage des Pluralismus ist, und den er etwa folgendermaßen definiert:
„Ich nenne hier - aus reiner Konvention - die Haltung rechts, die darin besteht, die Vielgestaltigkeit der Welt und folglich die relativen Ungleichheiten, die ihr notwendiges Ergebnis sind, als ein Gut und die fortschreitende Vereinheitlichung der Welt, die durch den Diskurs der egalitären Ideologie der seit zweitausend Jahren gepredigt und verwirklicht wird, als ein Übel anzusehen.“[8]
Diese Position bedeutet jedoch nicht, dass jede Ungleichheit per se legitim sei:
„Im Gegenteil, es gibt zahlreiche Ungleichheiten, die ganz und gar ungerecht sind.(...) Ich billige keinerlei Kastenprivileg. Ich mache die Chancengleichheit zu einer Forderung jeder Sozialpolitik. Ohnehin heißt eine antiegalitäre Lebensauffassung zu vertreten nicht, die oft verabscheuungswürdigen Ungleichheiten verstärken zu wollen (...).“ [9]
„Ich habe bei unzähligen Anlässen klargestellt, daß 'Differenz' keineswegs ein Synonym für 'Ungleichheit' ist (...), und ich hüte mich davor, Gleichheit (insbesondere die Gleichheit der Bürger) mit Egalitarismus zu verwechseln.“[10]
Der Gegensatz zu dieser Position ist für Benoist der Totalitarismus, der kein Anders-Sein neben sich duldet. Diesen sieht Benoist im Kommunismus, Nationalsozialismus (vergl. sein Buch „Totalitarismus“) aber auch, in subtilerer Form, im Liberalismus am Werk. Die extreme Folge des letzteren sei die Globalisierung, die darauf abziele, die Völker und Kulturen der Welt zugunsten der „Entfesselung der Logik des Kapitals“ zu zerstören, um eine rein an kapitalistischen und konsumistischen Werten aufgebaute Zivilisation zu errichten. Der Kardinalbetreiber dieser Tendenz sind in Benoists Augen die USA.
„Nicht nur verabscheue ich Diktaturen, Despotismus und jegliche 'autoritäre' Regierungsform, ich habe in mehreren Büchern die zeitgenössischen Totalitarismen verurteilt und die demokratischen Grundsätze gegen die Angriffe verteidigt, denen sie ausgesetzt sind. (...) Statt einer 'Hegemonie' das Wort zu reden, die andere Meinungen zum Schweigen verurteilen würde, haben wir unermüdlich den Pluralismus, die Vielfalt, das Recht auf Differenz, die Basisdemokratie, das Prinzip der Subsidiarität etc. verteidigt, kurz gesagt, alles, was den Bürgern ermöglicht, sich aktiver am öffentlichen Leben zu beteiligen und auf allen Ebenen soviel wie irgend möglich demokratisch selber über die Dinge zu entscheiden, die sie betreffen.“[11]
Ähnlich der Querfrontstrategie der konservativen Revolution der 1920er Jahre greift Benoists 'Metapolitik' in eklektizistischer Weise auf linke wie auch auf rechte Theorien und Denker zurück:
„Ich sehe rechts wie links Ideen, die dem entsprechen, was ich denke...Die Wörter sind schließlich nicht die Dinge selbst.“[12]
In Deutschland am bekanntesten in dieser Hinsicht wurde Benoists Auseinandersetzung mit dem Marxisten Antonio Gramsci. Eine von Gramscis zentralen Thesen war die Betonung der Rolle der Intellektuellen im Prozess der gesellschaftlichen Bewusstseinstransformation, die die Voraussetzung für die Änderung der politischen Verhältnisse sei. Daran anschließend forderte Benoist eine „Kulturrevolution von rechts“. Es ging ihm jedoch nach eigener Aussage niemals, wie oft unterstellt wurde, um eine unbedingte „kulturelle Hegemonie“ (ein Begriff von Gramsci).
„Ich habe niemals irgendeine 'Hegemonie' angestrebt, sondern immer auf der Bedeutung der Unterschiede in allen Bereichen bestanden, also auf der wesentlichen pluralistischen Dimension in jeder freien Gesellschaft.“ (Interview mit Zinnober 4/2004)
Der Losung „Vive la différence“ – „Es lebe der Unterschied“ – folgend, spricht sich Benoist sowohl gegen die Assimilierung von Einwanderern (d.h. ihre Absorbierung durch die sie aufnehmende Kultur) als auch gegen das „Melting-Pot“-Modell (die Vermischung beider Kulturen) nach amerikanischem Vorbild aus. Die Individuen haben für ihn die „Pflicht“, verschieden zu sein, wobei es vor allem die Kollektive ethnischer, religiöser oder kultureller Prägung seien, die die Identität des Einzelnen gewährleisten. Darum lehnt er die liberale Betonung des Individualismus („(der) fundamentale Wert wird auf das Individuum gelegt“) als anthropologische Illusion ab, und sieht in ihm eine die Gemeinschaften zerstörende Ideologie.
„Im einen Fall ist die Menschheit die Summe aller Individuen, in jedem besonderen menschlichen Wesen gleichermaßen repräsentiert: man ist zunächst 'Mensch' und erst in zweiter Linie, wie zufällig, Angehöriger einer bestimmten Kultur oder eines bestimmten Volkes. Im anderen Fall ist die Menschheit nur die Gesamtheit der Kulturen und Volksgemeinschaften: das Individuum ist lediglich bestimmt durch seine organische Zugehörigkeit zu ihr. (...) Der Einzelmensch besteht nach unserer Auffassung nur in Verbindung mit den Gemeinschaften, in die er eingeschlossen ist (und bezüglich deren er sich als Einzelwesen abhebt). Jede individuelle Tätigkeit stellt einen Akt der Teilnahme am Leben eines Volkes dar. Dem Interesse des Einzelnen kommt, „an sich“ keine Wertschätzung zu.“ [13]
Benoist lehnt die Vorstellung der Existenz höherer oder niedrigerer Rassen und Völker ab, betont aber ihre Verschiedenheit. Er bezeichnet diese Position als „differentialistischen Antirassismus“, den er im Gegensatz zum „universalistischen“ Antirassismus stellt, in dem er lediglich die Kehrseite des Rassismus sieht. Während die „universalistische“ Version jegliche Differenz leugnet und von abstrakten Individuen ausgeht, betont die „differentialistische“ Version die konkrete Verbindung der Individuen mit ihren „kollektiven Identitäten“, „stellt sich aber gegen deren hierarchische Einordnung.“
Benoist steht dem Prinzip des Regionalismus (der nicht mit Separatismus zu verwechseln sei) nahe und sieht den ethnisch homogenen Nationalstaat historisch für erledigt an:
„Deshalb spreche ich mich für einen gemäßigten Multikulturalismus aus, der vom Kommunitarismus inspiriert ist und der zugleich sowohl Assimilation wie Apartheid zurückweist.“ (Interview mit der „Jungen Freiheit“ vom 17. Juli 1998)
Benoist vertritt einen Neopaganismus, der eine polytheistische, indogermanische Ur-Religion postuliert. Dagegen habe das von ihm so bezeichnete „Judäo-Christentum“ die europäische Religion und Kultur angegriffen. Dies sei vor allem dem Monotheismus zu verdanken, in dem Benoist die Wurzel des Totalitarismus sieht, und der einer „vielgestaltigen“, also „polytheistischen“ Welt feindlich gegenüber stehe. -Insbesondere der Liberalismus und die westlichen Demokratien seien eingeschränkt durch das „Judäo-Christentums“.
Dem „Aufstand der Kulturen“ entspricht ein relativer „Pazifismus“ z.B. mit der Aktion „Non à la guerre“ von 1999 und nach eine Ablehnung der US-amerikanischen Militärpolitik. Den Angriff auf den Irak 2003 nannte er eine „kriminelle Aggression“. Er gab folgende wütende Erklärung ab:
„Ab diesem Donnerstag, 20. März 2003, 2.32 morgens, ist jeder Akt von Vergeltungsmaßnahmen, gerichtet gegen amerikanische Interessen und auch amerikanische Personen, militärisch, politisch, diplomatisch und administrativ, an welchem Ort, wie weit und breit, mit welchen Mitteln, unter welchen Umständen auch immer, von nun an zugleich legitim und notwendig.“
Er relativierte diese Aussage am 21. März. mit den Worten:
„Es kam selbstverständlich für mich nicht in Frage den Anschein zu erwecken, terroristische Aktionen zu befürworten, die grundsätzlich immer zu verurteilen sind, besonders jene, die die zivile Bevölkerung treffen.“
Gegen die US-amerikanische Hegemonie, den Motor der Globalisierung, ruft Benoist zu einem „Aufstand der Kulturen“ auf. Als die herrschende Ideologie der Globalisierung bezeichnet er die von ihm so genannte „Religion der Menschenrechte“.
„In Verbindung mit der Expansion der Märkte dient die Rhetorik der Menschenrechte als ideologische Verkleidung der Globalisierung. Vor allem anderen ist sie ein Instrument der Herrschaft und muß als solches begriffen werden.“[14]
Benoist bestreitet vor allem die Hauplegitimation der „Menschenrechte“, ihre Universalität:
„Wenn der Begriff der Menschenrechte ein rein westlicher ist, kann kein Zweifel bestehen, daß seine globale Verallgemeinerung eine Einmischung von außen darstellt, eine andere Art der Bekehrung und Beherrschung, eine Fortsetzung also des kolonialen Syndroms.“ [15]

http://de.wikipedia.org/wiki/Alain_de_Benoist

Um ein Urteil über ihn fällen zu können muss ich mich erstmal genauer informieren, aber schlecht find ich seinen Ansatz nicht...vorallem weil er dafür ist dass die einzelnen Kulturen zwar nebeneinander ohne Probleme in Frieden existieren können...sie aber dennoch eigenständig bleiben sollen.
Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich es schöner und spannender finde wenn es auf der Welt noch Unterschiede gibt zwischen den Kulturen...also eine einheitliche Gesellschaft mit 1-1 gleicher Kultur/Religion fände ich da net so gut.

Was haltet ihr von seinen Ansätzen?

Bis dann,
Wink mfg.,
Robert
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Hi!

...

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lusch3



Anmeldungsdatum: 26.09.2007
Beiträge: 3518
Wohnort: drehst'n!

BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 3:45 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

erst dachte ich: komisches nazi-kommunisten-geschwurbel. danach: mal weiterlesen, klingt ja interessant.

Zitat:
Die Ideologie der Neuen Rechten richtet sich gegen die Ideen der Aufklärung, d.h. im politischen Sinne vor allem gegen Vereinzelung, Liberalismus, Universalismus, Parlamentarismus und Pluralismus. Die Idee der Gleichheit aller Menschen lehnt die Neue Rechte ab, wobei der „klassische“ Rassismus von ihr durch das Konzept des Ethnopluralismus ersetzt wird. Andere „Völker“ werden darin „respektiert“, ein Staat habe aber nach dieser Auffassung „ethnisch homogen“ zu sein. Ergänzt wird dies durch die Vorstellungen von einem hierarchischen und elitär geführten, aber auf demokratischen Grundpfeilern stehenden Staat.


angesichts dessen sind ein paar ganz gute ansätze dabei, aber im großen und ganzen doch nur faschistoider mist.

assimilation und meltin' pot gibts auch nur dort, wo sich die leute drauf einlassen und sich eher mit einer anderen kultur identifizieren können. da fand ich dieses zitat schön:

Zitat:
Jede Kultur behält ihre Eigenart und Würde nur so lange, wie sie sich nicht mit fremden Kulturen vermischt. [...] Der Fremde bleibt nur 'anders' und somit er selbst, wenn er zu Hause bleibt.“


€:
das sagt der verfassungsschutz dazu:

Zitat:
Der Chefideologe der französischen „Neuen Rechten“ Alain DE BENOIST kritisiert in dem Artikel „Freiheit braucht Gemeinschaft“ 55 die „bemerkenswerte Dürftigkeit“ des Begriffs des Individuums und spricht abwertend von der bloßen „Rhetorik der Menschenrechte“. Die Bedeutung der Menschenrechte als grundlegende Werte des Verfassungsstaates in Frage stellend fährt er fort: „Das Individuum als solches“ könne „kein echtes Rechtssubjekt sein“, da Rechte nur mit der „Mitgliedschaft in einem politischen Ganzen einhergehen“ könnten. Der Macht der „politischen Obrigkeit“ seien Grenzen gesetzt, „nicht weil Individuen von Natur aus unbegrenzte Rechte“ hätten, sondern wegen der „Verpflichtung der politischen Obrigkeit, die Freiheit der Gesellschaftsmitglieder zu achten“.

prinzipiell ablehnenswert.

€²:

interessanter text, hab ihn aber noch nicht zu ende gelesen.
http://www.kritiknetz.de/Der_Nichtnazi_Benoist.pdf
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Das älteste erhaltenene Exemplar, der ''Index Telefonicae'', stammt aus dem Jahr 1530 und wurde in Bonn gedruckt.
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norman



Anmeldungsdatum: 14.08.2007
Beiträge: 1162


BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 4:21 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ich find es ist Dünpfiff.

Als ob es einen Lebensvertrag gibt wo vorgesehen ist das etwas Bestand hat. Ob Kultur. Ob Tradition. Alles vergeht.
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Bhagavadgītā.
www.fast-twitch.de | www.ffcc1848.de
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Beowulf



Anmeldungsdatum: 16.01.2008
Beiträge: 2394
Wohnort: Köln
FF, Moghaddam JKD

BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 5:18 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Zitat:
Jede Kultur behält ihre Eigenart und Würde nur so lange, wie sie sich nicht mit fremden Kulturen vermischt. [...] Der Fremde bleibt nur 'anders' und somit er selbst, wenn er zu Hause bleibt.“


Das ist ja mal Humbuck! Eine Kultur behält ihre Eigenart nur, wenn sie verschlossen bleibt und wer verschlossen ist kann sich nur ein gewisses Maß weiterentwickeln. Wer sich nicht weiterentwickelt bleibt stehen und wer stehen bleibt geht unter.
Der Fremde bleibt anders, weil man sich nicht auf ihn einlässt. Wenn man sich auf das vermeintlich Fremde einlässt ist es auf einmal gar nicht mehr so fremd und kann sogar verstanden werden. Wer jedoch nicht versteht hat Vorurteile und bestärkt diese immer weiter aus ihnen selbst heraus, da er zu faul ist sich ein wahres Bild zu machen und seine Vorurteile kritisch zu hinterfragen. Nur der hinterfragende kann verstehen.

Ich finde diese Text total bekackt, so braun wie der Mensch der ihn wohl geschrieben hat! Dieses Umformulieren der ideologischen Grundgedanken wird wohl nur gemacht um nicht nachdenkende Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, auf die Seite der Rechten zu ziehen. Viele, die mal eine schlechte Erfahrung mit einem Immigranten hatten, werden sich bestärkt fühlen, nur weil sie nicht verstehen, dass personenbezogener Hass nie rechtfertigt auf eine ganze Kultur zu schließen, nur weil sie anders ist als die eigene!
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robert223



Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 2631


BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 5:46 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hi!

Also ich finde einige seiner Konzepte interessant obwohl ich weder ein Neo-Nazi noch, zumindest meiner Einschätzung nach Laughing , dumm bin! Wink
Es ist ja nicht die Rede davon eine andere Kultur wegen ein paar schwarzen Schafen zu verurteilen und "abzustrafen", sondern vielmehr andere Rassen/Kulturen zu respektieren, solange sich jede Kultur ihre Werte beibehält und nicht zu einem weltweiten Brei wird.

Eben auch eine Art von Anti-EU-Bewegung...

Bis dann, Wink
mfg.,
Robert
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Hi!

...

Bis dann, Wink
mfg.,
Robert
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Beowulf



Anmeldungsdatum: 16.01.2008
Beiträge: 2394
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 6:25 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Nun, der Respekt zwischen den Kulturen ist sehr wichtig, keine Frage! Jedoch zu welchem Preis soll eine Kultur sich erhalten? Der Preis, den er beschreibt, in dem oben genannten Zitat, will ich nicht zahlen, weil es interessant ist andere Kulturen kennen zu lernen. Er ist jedoch dafür, dass jeder zu Hause bleiben soll und will dadurch die Kultur rein halten. Würde und Eigenart sind menschliche Eigenschaften und sie auf eine Kultur zu übertragen, naja, damit hab ich ein Problem, das ist Verallgemeinerung, wie in vielen Ideologien. Würde und Eigenart sind für mich aber auch Eigenschaften, die nicht kulturbezogen sind! Sie treffen vielleicht auf die Menschen in einem bestimmten Gebiet zu, jedoch kennen diese Eigenschaften keine Grenzen.

...ich bin grad voll abgelenkt durch einen Mietsstreit, der grad aufkam, wenn mir noch was einfällt schreib ich weiter...
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lusch3



Anmeldungsdatum: 26.09.2007
Beiträge: 3518
Wohnort: drehst'n!

BeitragVerfasst am: Mi Mai 13, 2009 11:00 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

@beowulf

du hast das zitat leider dem falschen zugeordnet - das zitat, welches du gewählt hast, war von einem kritiker von Benoist und will ausdrücken, dass die gewollte nicht-vermischung der kulturen nach Benoist nur dann funktioniert, wenn jeder dort bleibt wo er herkommt. damit wird nur deutlich gemacht, dass Benoist hinter vorgehaltener hand "ausländer raus!" sagt.
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washburne



Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 1165


BeitragVerfasst am: Do Mai 14, 2009 2:56 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Wie schon gesagt wurde: der Kerl versucht, seine "Ausländer raus"-Mentalität hinter komplizierten Wörtern und langen Sätzen zu verstecken.

Der ganze "Kulturen die sich nicht eingrenzen sterben aus" Quatsch basiert auf dem Fehlgedanken, dass es "Ursprungskulturen" gibt. Als ob irgendwann mal hier die Deutschen, dort die Franzosen und drüben die Japaner gespriesst sind. Das ist nicht wahr. Die Kulturen sind erst durch wiederholte Vermischung, Abspaltung und wiederum Vermischung entstanden.
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Beowulf



Anmeldungsdatum: 16.01.2008
Beiträge: 2394
Wohnort: Köln
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BeitragVerfasst am: Do Mai 14, 2009 9:06 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

@lusch3: Ups! Aber trotzdem passt es, weil es ja Benoists Meinung ist, dass die Kulturen sich nicht vermischen.


Washburne spricht wahre Worte. Ich denke diese langen Sätze machen den meisten zu schaffen.
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the_ANSWER



Anmeldungsdatum: 05.09.2004
Beiträge: 2022


BeitragVerfasst am: Do Mai 14, 2009 5:03 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Was für ein Müll. Ob sich Kulturen vermischen und inwiefern das geschieht, ist sowieso ein dymanischer Prozess, vorrausgesetzt, man lässt es zu.
Ehrlich gesagt sehe ich auch keinen Trend in diese Richtung. Wir Deutschen sind seit über 2000 Jahren in unserer Kleinstaatenmentalität gefangen.
Und bis es in der EU mal zur Einigung zu einzelnen Fragen kommt, vergeht meist noch endlos viel Zeit.
Die Idee der EU ist ja auch keinesfalls die europäischen Kulturen zu verwässern durch Vermischung. Es geht darum, dass wir Europäer enger zusammenkommen, was absolut zu begrüßen ist.
Die Angst, die diesen Herren umtreibt, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist wohl letztlich das übliche braune Gelaber.
_________________
"I don't know, so maybe I'm not." - postmodern homage to Descartes's proclamation.
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robert223



Anmeldungsdatum: 19.03.2007
Beiträge: 2631


BeitragVerfasst am: Fr Mai 15, 2009 1:58 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hi!

Hab jetz mehrere Sachen über den Herrn Benoist gelesen, und muss sagen dass er doch mehr als erwartet in eine neo-nazistische Richtung tendiert...

Obwohl sein Plan als Gesamtes Mist is sind meiner Meinung nach einige wenige Konzepte vom Grundgerüst her net schlecht, man müsse nur seehr vorsichtig damit umgehen um nicht den falschen Leuten die einem was vorspielen mit guter Retorik den Drücker in die Hand zu geben...

War und ist ein interessantes Thema, obwohl ich es im Nachhinein betrachtet ablehne! Wink

Thx für eure Meinungen und auch danke an lusch für den Kritik-Text! Smile

Bis dann,
Wink mfg.,
Robert
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Hi!

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