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Zeitenwende



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thomas_c



Anmeldungsdatum: 05.02.2004
Beiträge: 404

Taijiquan, Qigong, allg. Fitness

BeitragVerfasst am: Fr Aug 01, 2008 3:17 pm Beitrag speichern    Titel: Zeitenwende Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Da im Off-Topic-Forum gerade darüber diskutiert wird, allerdings in einem eigentlich anders gelagerten Thread, dachte ich, ich mache hier mal eine neue Diskussion auf:

Es geht darum, dass BWEs, Kettlebells, Crossfit und wie sie alle heißen langsam nicht mehr nur Außenseitermethoden sind, sondern Einzug in den Mainstream halten. Das mag dem ein oder anderen gegen den Strich gehen, aber wenn in genanntem Thread davon gesprochen wird, dass teilweise in FitCom-Studios Kettlebell-Kurse abgehalten werden, muss man den Tatsachen wohl ins Auge sehen. Auch wenn KBs, anders als FitCom Glauben machen will, nicht „neu“ sind - ein echter Trend sind sie offenbar allemal. Und da die genannten Methoden erwiesenermaßen wirksam sind, denke ich nicht, dass dieser Trend allzu kurzlebig sein wird.

Tatsächlich glaube ich, dass durchaus so etwas wie eine Zeitenwende absehbar ist. Nicht zwangsläufig ein radikaler Umschwung „back to the roots“ mit dem Ziel, dass alle nur noch an Klimmzugstangen und mit Medizinbällen trainieren - nein, die Studios werden ihre Maschinen und Powerplates schön behalten. Aber das, was ich mal „alternative Trainingsmethoden“ nennen möchte, wird zunehmend in den Studioalltag integriert werden und beide Trainingsphilosophien werden mehr oder weniger friedlich nebeneinander existieren, sich vermischen, Neues hervorbringen. Dass dabei auch viel Mist rauskommen kann, ist klar. Und dass damit Leute wie Björn, Steve Cotter etc. ein wenig von ihrer Exklusivität verlieren werden auch.

Ich behaupte einfach mal, dass das auch der Grund ist, warum viele über die Absichten der Studios vielleicht die Nase rümpfen und sie schlecht reden, eben weil sie ihrer Exklusivität beraubt werden. Es wird - wie in den Kampfkünsten - ein ewiges Hickhack darum geben, wer das „authentische“ Training anbietet, wer früher da war, wer beim Großen Meister gelernt und wer den größeren Schwanz hat.

Natürlich ist es in gewisser Weise ärgerlich, wenn Studios auf einen Zug aufspringen. Aber es ist ihr gutes Recht und sie wären schön blöd, wenn sie es nicht täten. Denn dieses Forum alleine zeigt, dass Bedarf da ist. Und ich glaube wirklich, dass in zehn Jahren Kettlebells und Crossfit-Kurse zum Standardprogramm eines jeden Studios zählen, das etwas auf sich hält, vollkommen ungeachtet der Qualität solcher Kurse. Ich denke, da führt einerseits aus trainingsphilosophischer Sicht, andererseits aus betriebswirtschaftlichen Gründen kein Weg dran vorbei.

Nur mal als Gedanke ...
_________________
Agere Contra

"At its best, life is completely unpredictable." - Christopher Walken
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Guest







Verfasst am:  Beitrag speichern    Titel: Sponsored Link  

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gabel
Gast






BeitragVerfasst am: Fr Aug 01, 2008 4:09 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ich habe zwar nur sehr wenig Studioerfahrung, aber ich verstehe nicht, was es am Trainingsablauf im Studio ändern wird, wenn ein neues Trainingsgerät (Kettlebell) oder neue Übungen integriert werden.

Wer sich bei der jetztigen Ausrüstung nicht anstrengt, der wird vermutlich auch nicht plötzlich aufspringen, sich ne Kettlebell schnappen und endlich hart zu trainieren beginnen. Denn ob man jetzt am Rudergerät schwitzt, die Kettlebell schwingt oder eben Burpees macht, bleibt sich doch egal.
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NoPainNoGain



Anmeldungsdatum: 28.01.2007
Beiträge: 1477

MMA, Messerkampf

BeitragVerfasst am: Fr Aug 01, 2008 4:59 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Mir ist in Berlin nur ne Kampfsportschule mit Fitnesstudio bekannt die Kettlebells und Crossfitzeug anbieten.

Zitat:
Auch wenn KBs, anders als FitCom Glauben machen will, nicht „neu“ sind - ein echter Trend sind sie offenbar allemal


Nun, sie sind in den USA zu Tode gehyped worden, das da ein paar Leute auf den Zug mitaufspringen wollen ist kein Wunder.


Zitat:
Aber das, was ich mal „alternative Trainingsmethoden“ nennen möchte, wird zunehmend in den Studioalltag integriert werden


Das bezweifele ich allerdings stark...
Erstmal ist die Fitnesstudio pinkehantel-Welt voll mit Leuten die sich nicht anstrengen wollen, und andererseits auch voll mit Trainern die für richtiges Training verschlossen sind und weiter ihre stundenlangen wischiwaschi Zeitverschwendepläne aufstellen werden.
"Ihhh,, da schwitzt ja einer" - In der Wellnesswelt der Loserclubs ist dafür kein Platz. Und man wird auch in Zukunft schräg angeschaut werden wenn einer Burpees macht. Oder sich gar erdreistet Seil zu springen.
"Das macht mich nervööösss"



Das eine passt mit dem anderen einfach nicht zusammen.

Zitat:
Es wird - wie in den Kampfkünsten - ein ewiges Hickhack darum geben, wer das „authentische“ Training anbietet,


Nun, das ist mir sowas von scheissegal was sich nun "Authentisch" schimpft und was nicht, es muss funktionieren. Diese Gehickhack der Stile ist etwas für Poser und Leute die Zeit dafür haben (und nicht trainieren)
Empfehlung

von andy
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mipooh



Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 2055
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Fr Aug 01, 2008 6:20 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Alternativen werden assimiliert sobald sie gewinnträchtig werden, sprich, der Markt dafür groß genug ist. Das ist und war schon immer und in jeder Hinsicht so (besonders bezogen auf die letzten 50 Jahre, die ich mitbekommen habe).
Nur was nicht ankommt bleibt Nische...
_________________
Es gibt gar keine "Zivilisationskrankheiten", es gibt nur verschiedene Symptome einer einzigen Krankheit und die heisst "Zivilisation".
Empfehlung

von andy
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