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Buddhismus für Beginner

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rob



Anmeldungsdatum: 10.05.2007
Beiträge: 414


BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 8:29 am Beitrag speichern    Titel: Buddhismus für Beginner Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Also, ich hab dann mal den Thread hier aufgemacht, für alle die Fragen zum Buddhismus haben, interessiert sind etc.
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Guest







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rob



Anmeldungsdatum: 10.05.2007
Beiträge: 414


BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 8:30 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Fang dann auch gleich mal an.

@andy(zur Frage ausm anderen Thread http://www.fighterfitnessforum.com/viewtopic.php?p=70145#70145):

Zitat:
Die Motivation bestimmt, warum wir zuhören oder meditieren wollen. Auch da ist es sehr leicht, in schlechte Gewohnheiten zu verfallen, indem wir auf eine sehr mechanische Weise meditieren oder uns gar schuldig fühlen, wenn wir nicht meditieren würden. Das ist eine sehr armselige Motivation. Den dann tun wir es fast nur aus Verpflichtung, und dann macht es uns mit Sicherheit keine Freude. Oder wir tun es, um unserem Lehrer zu gefallen. Auch das ist wohl keine sehr stabile Art der Motivation. Das ist dann so, als würden wir erwarten, dass unser Lehrer kommt, uns am Kopf tätschelt und wir mit dem Schwanz wedeln.

Ich finde das persönlich ein sehr nützliches Bild. Ich habe neun Jahre mit Serkong Rinpoche verbracht als sein Übersetzer, bin zweimal mit ihm um die ganze Welt gereist, und in all den Jahren, in denen ich ihm gedient und geholfen habe, hat er nur ein einziges Mal „Danke“ zur mir gesagt. Das war sehr, sehr hilfreich für mich. Ich war auf viele Arten motiviert zu tun, was ich tat, um ihm in einer ganz persönlichen Art und Weise eine Freude zu bereiten. Ich wartete und erwartete, dass ein Zeichen einer Wertschätzung oder ein Dank kam; und da ist mir plötzlich aufgegangen, dass ich wie ein Hund da saß und wartete, getätschelt zu werden. Selbst wenn ich getätschelt worden wäre; was soll es, das bringt einem doch nicht viel. Man hat nicht einmal einen Schwanz zum Wedeln. In einer solchen Situation, genauso wenn wir meditieren, tun wir im Grunde das, was wir tun, um am Ende anderen zu helfen.

Von http://www.berzinarchives.com/web/de/archives/sutra/level1_getting_started/approaching_study_meditation/Introduction_Meditation.html
Ziemlich weit oben.

Leuchtet mir Persönlich ein, ist halt nur das wir "westlichen", das aus dieser häufig geheuchelten Höflichkeit tun, das Danken.
Aus Gewohnheit, ohne egtl wirklich den Dank zu spüren und zu meinen.
Natürlich ist es nett von jmdem, wenn er uns ein Glas Wasser aus der Küche mitbringt und wir sind auch "wirklich" dankbar ,aber wenn wir dann Danke sagen, meinen wir das nicht so, als wenn wir uns bei jmden bedanken, der uns zB gerade das Leben gerettet hat.
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mipooh



Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 2055
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 12:18 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Wäre es nicht furchtbar, wenn wir jemandem für ein Glas Wasser ebenso dankbar wären als hätte er uns gerade das Leben gerettet?
Es gibt nicht nur überschwängliche Gefühle, es gibt auch kleine, unscheinbare.

Natürlich hast Du recht, wenn Du sagst, dass die Formeln oft nur zum Wahren eines Scheins verwendet werden. Aber dazu zwingt ja niemand jemanden. Wo sich sowas eingeschlichen hat, kann man es auch ändern. Und schon kann die Formel wieder Sinn machen. Nämlich immer dann, wenn sie bewusst eingesetzt wird.

Probiere einfach mal aus, Deine eigenen Gewohnheiten abzuändern. zB nicht zu lächeln, weil es erwartet werden könnte, sondern stattdessen einfach ohne einen Gesichtsmuskel zu bewegen freundlich weitergucken. So wie es ganz kleine Kinder tun. Pass aber etwas auf, damit nicht unnötig andere zu sehr zu verwirren. Es geht ja erstmal dabei mehr um Dich, dass Du sehen kannst, wo Du warum reagierst.

Wir haben unsere Formeln und Rituale. Sie mal gründlich zu überprüfen, hilft, sich selbst besser zu verstehen. Evtl auch zu verändern. Es geht nicht darum, das ind mit dem Bade auszuschütten. Aber manches ist bewusster und dann anders sinnvoller. An anderen Stellen sind die Formeln durchaus angebracht (da, zB wo die Beziehungen sowieso oberflächlich sind und bleiben, zB wenn Dein Versicherungsvertreter kommt).
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Es gibt gar keine "Zivilisationskrankheiten", es gibt nur verschiedene Symptome einer einzigen Krankheit und die heisst "Zivilisation".
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andy
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Anmeldungsdatum: 16.01.2004
Beiträge: 2894

Eskrima

BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 12:52 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hi rob,

eine sehr interessante Frage, die Du da stellst. Für jeden übenden Buddhisten sicher ein guter Hinweis.

Im Buddhismus geht es ja u.a. darum, sich seiner eigenen Handlungen bewusst zu werden, sie zu hinterfragen und ggf. anhand neuer Erkenntnisse zu ändern. Oft beschäftigt man sich als Westler dabei natürlich mit den negativen Handlungen, also jenen, die anderen oder einem selbst offensichtlich Schaden zufügen. Das Verständnis negativer Handlungen geht im Buddhismus jedoch weit darüber hinaus. Das Ziel ist hier die Erleuchtung, das Nirwana, und um das zu erreichen, stehen alle Geisteszustände und Handlungen im Weg, die mit den drei Giften zusammenhängen: Gier/Begierde, Hass und Verblendung/Unwissenheit. Streng genommen zählen also auch so positiv erscheinende Zustände wie die romantische Liebe dazu, wie wir sie im Westen kennen, denn sie geht mit der Anhaftung, einer Form von Begierde, einher. Unter diesem Aspekt sind viele der scheinbar positiven Handlungen eigentlich negativ. So auch das Ausdrücken von Dank, um von anderen zu bekommen oder um wiederum selbst Dank zu erhalten. Der Ausdruck von Dank scheint im Buddhismus also ganz anderer Art zu sein, als wir sie im Westen pflegen. Leider weiß ich noch zu wenig darüber, um hier mehr darüber sagen zu können. Alexander Berzins Beitrag finde ich schonmal sehr erhellend. Danke dafür! Wink

Vor einigen Jahren, noch bevor ich mich mit dem Buddhismus beschäftigte, machte ich eine sehr banale, aber eindrucksvolle Erfahrung. Ich hatte noch nicht lange meinen Führerschein und fuhr mit dem Auto durch die Stadt. Wie man das beim Autofahren manchmal macht, hielt ich auf einer viel befahrenen Straße an, um ein Auto aus einer Ausfahrt fahren zu lassen. Der Fahrer dankte mir wie üblich mit einem Lächeln und einem Handzeichen. Er fuhr noch eine Weile vor mir her. Plötzlich blieb er stehen und machte es mir nach: er ließ einen anderen sichtlich entnervten und dankbaren Autofahrer auf die dicht befahrene Straße einfädeln. In dieser trivialen Situation wurde mir schlagartig bewusst, welche Wirkung meine Handlungen haben (ich unterstelle hier dem Autofahrer vor mir, dass ihn meine Handlung inspirierte). Ich streue einen kleinen Samen, aus dem etwas anderes erwächst.
Oft verlaufen solche Gesten natürlich und solche Handlungsketten scheinen sich vor unseren Augen aufzulösen, aber die moderne Physik bestätigt es: Energie kann nicht verschwinden, sie ändert nur ihren Zustand. Und genau so sehe ich das mit meinen Handlungen und Gedanken. Ich stehe immer in Verbindung mit meiner Umwelt und jede Ursache (die in sich auch eine Wirkung ist) verursacht eine Kette weiterer Ereignisse, deren Schwere oder Leichtigkeit ich mir nicht einmal annähernd vorstellen kann. Ich trage eine Mitverantwortung für alles, was auf dieser Welt geschieht. Bin ich gewalttätig, muss ich nicht wundern, wenn auch anderen Gewalt angetan wird, bin ich wütend, dann pflanzt sich diese Wut in mir, aber auch in anderen Menschen fort. Lange Rede... Ich drücke meinen Dank idealerweise aus zweierlei Gründen aus: 1. Ich schätze den natürlichen Lauf der Dinge und die Verbundenheit mit allem und jedem. Ich danke dem Kommen und Gehen und ich danke dafür, dass mir wertvolle Erfahrungen zuteil werden. 2. Ich danke, weil es einen Unterschied macht.
Dabei ist es mir (fast) egal, ob der andere diese Dankbarkeit bewusst wahrnimmt.

Wie dem auch sein, nach Deinem Anstoß werde ich sicher wieder häufiger darauf achten
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andy
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Anmeldungsdatum: 16.01.2004
Beiträge: 2894

Eskrima

BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 12:59 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

@mipooh: Finde ich schön ausgedrückt.

Ich musste vorhin an Namaste denken. In Indien und anderen asiatischen Ländern ist Namaste eine "allgegenwärtige Grußgeste (Geste = Mudra), die die Ehrerbietung für einen anderen Menschen ausdrückt. Laut Deepak Chopra macht sie in etwa die folgende Aussage: Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind. Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf eine Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste [1] ausdrücken wolle, dem genialen Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind. (Quelle: wikipedia.de)

Eine schöne Art, anderen Menschen und dem Leben zu danken.
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rob



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:29 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Boah, das muss ich erstmal verdauen und drüber nachdenken.

(ging schneller als ich dachte)Edit:

Das wäre dann doch aber in der westlichen Welt, eher nicht so gut.
Wenn ich einem nicht Danke sage, könnte er dann vllt LEICHT angepisst sein und das muss dann die Kellnerin, im Caffee um die Ecke, wenn auch nur minimal, absorbieren.
Was sich dann immer weiter zu einem größeren Problem entwickeln könnte. Vllt hab ichs auch nur nicht richtig verstanden.

Ich werd noch mal weiter lesen.
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Zac



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:42 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

also ich bin mal in einem zug einem sichtbar buddhistischen mönch (kutte, glatze) begegnet. Der musste nicht danke dafür sagen, dass ich ihm den weg frei gemacht hab, ich hab auch so gemerkt dass er mich dafür schätzt. ich denke, das möchte man damit erreichen.
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andy
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Eskrima

BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 1:53 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

rob hat folgendes geschrieben:
Das wäre dann doch aber in der westlichen Welt, eher nicht so gut.
Wenn ich einem nicht Danke sage, könnte er dann vllt LEICHT angepisst sein und das muss dann die Kellnerin, im Caffee um die Ecke, wenn auch nur minimal, absorbieren.
Was sich dann immer weiter zu einem größeren Problem entwickeln könnte.


Es geht weniger darum "Danke!" zu sagen, als viel mehr diesen Dank zu spüren und der Welt auszudrücken (z.B. indem man einfach gibt ohne zu erwarten). Damit lässt sich natürlich nicht vermeiden, dass andere Menschen undankbar, gierig, wütend oder "unwissend" sind.
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rob



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 2:04 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ja, ich glaube ich habs jtz.
Wie Zac das gesagt hat mit dem Mönch, das muss man erstmal drauf haben, den Dank durch so rüber zubringen ohne Worte.
Kommt sicher auch mit der Zeit.
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Zac



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 2:21 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

das war nicht unbedingt Dank, den er mir entgegengebracht hat. eher die art von schätzung, die jedem menschen für egal welche handlung auch immer entgegengebracht werden sollte... schwer zu erklären inwiefern sich das äussert, aber dieser mann hat eine unglaublich faszinierende ausstrahlung gehabt, ruhig und trotzdem stark, freundlich und friedlich doch trotzdem extrem selbstbewusst und direkt. ich scheitere gerade am umfang meines vokabulars so etwas auf den punkt zu bringen... wie auch immer ich hoff ihr versteht was ich meine.
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mipooh



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 2:42 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Zitat:
Der Ausdruck von Dank scheint im Buddhismus also ganz anderer Art zu sein, als wir sie im Westen pflegen.


Ich kann Dir (Euch) hierzu etwas von hier erzählen. Hier gibt es einen Begriff, der heisst Tambun. Eigentlich sind es zwei Begriffe, die unweigerlich miteinander verbunden sind. Übersetzt könnte man "Gutes tun" sagen, aber das wäre zu kurz. Tam bedeutet "tun" und bun bedeutet "gut". Nun ist es nicht so, dass dieses Gute an sich gut wäre, sondern es ist für denjenigen bestimmt, der tut. (Er fühlt sich gut.)

Nach Aussen hin sieht das zB so aus, dass meine Frau in den Wat (Tempel) geht und eine Sachspende gibt. So typische gelbe Plastikeimer voller Dinge des täglichen Bedarfs für die Mönche und meist ein Umschlag mit etwas Geld. Also sie gibt jemandem etwas, was aber irgendwie völlig unbedeutend für sie ist. Wichtig ist ihr dabei dass sie etwas tut, was sie selbst zufrieden macht, unmittelbar.

Ein Gegenstück dazu ist Tambab, etwas Schlechtes tun, etwas zu tun, wodurch man sich letztlich nur selber schlecht fühlt.


Noch etwas zu der unkonventionellen und doch verständlichen Begegnung mit dem Mönch. Genau so, denke ich, wird ganz viel kommuniziert. Allerdings wird das eben oft auch nicht wahrgenommen oder es irritiert. Und dann kann es sein, dass daraus unkontrollierte Handlungen folgen, wie in dem Beispiel, wo die Kellnerin etwas (scheinbar) ausbaden muss.

Menschen, die derart unbewusst sind, lassen immer irgendwen was ausbaden. Man könnte dies nicht vermeiden durch konformes Verhalten.

Andererseits kann man durch nichtkonformes Verhalten (soweit es nicht ganz einfach nur Provokation ist) zum besseren Verstehen beitragen. Wie eben bei dem Mönch.
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rob



Anmeldungsdatum: 10.05.2007
Beiträge: 414


BeitragVerfasst am: Mo Jun 18, 2007 2:44 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Zac hat folgendes geschrieben:
eher die art von schätzung, die jedem menschen für egal welche handlung auch immer entgegengebracht werden sollte...


Das hätte dir mal zum Thema G8 und Bullen einfallen sollen. Wink



Aber ich versteh schon wie dus meinst. Das gehört aufjeden Fall zu meinen Zielen. Solch eine Art der Austrahlung, welche ja auf die innere Einstellung zurückzuführen ist.
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rob



Anmeldungsdatum: 10.05.2007
Beiträge: 414


BeitragVerfasst am: Di Jun 19, 2007 9:25 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ich war grad mal bei Berzin, war ganz interessant.
Diese Sitzung war zwar nicht der Brüller, egtl gings nur um Tiere und unser Verhalten denen gegenüber, aber nichts was ich nicht schon in Earthlings gesehen hab.

Lobsang Rampa und seine Geschichten sagt er, sind voll und ganz spannende GESCHICHTEN.

Zwar war die Atmosphäre dort, so wie ich es egtl mag, ziemlich offen und ungezwungen.
Aber die mangelnde Moral einiger "Anhänger", fand ich schon merkwürdig. Viele warn Vegetarier, aber bloß nicth Veganer.
Find ich immer widersprüchlich, wenn man tote Tiere nicht isst, weil sie afür sterben mussten, aber Produkte von Tieren, die ihr Leben lang in Gefangenschaft leben sind okay.
Ich persönlich würde den Tod, einem ganzen Leben in Gefangenschaft, wie solche Tiere es haben, vorziehen.

Aber alle ziemlich nett, auch wenn ich mit den meisten wohl nicht Best-Friend werden werde.
Empfehlung

von andy
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mipooh



Anmeldungsdatum: 13.10.2005
Beiträge: 2055
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Mi Jun 20, 2007 1:36 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Es ist immer wieder schwierig, den Werdegang, die Entwicklung anderer, mit den eigenen Idealen in Einklang zu sehen. Ich stolpere ständig darüber.

Manchmal ist es leicht für einen, ganz straight zu sein und zu einem solchen Zeitpunkt fehlt dann eigentlich nur eins: noch Verständnis zu finden dafür, dass andere gerade nicht ganz straight sind.

Es wird immer eine Möglichkeit geben, auf andere zu schauen und deren Schwächen zu beachten. Ist nicht falsch, zu sehen, was eben zu sehen ist. Nur darf es natürlich für mich selbst keine große Bedeutung gewinnen. Ich muß mein Ding durchziehen, so gut und so schlecht wie ich es eben kann. Dementsprechend "geht es mir".

Es gibt keine Regel von außen, die zu beachten wäre. Also auf dieses Beispiel bezogen, es gibt nicht die Regel, keine Tiere zu mißbrauchen. Sondern die (natürliche) Regel lautet, wer mißbraucht kann nicht gleichzeitig unbefangen sein.

Also keine Ausrede, sondern ein Eingeständnis, wenn es auch in der Praxis oft anders aussieht.

Hier sind eigentlich alle irgendwie "Buddhisten". Aber such mal hier nach veganer Nahrung... Selbst diejenigen, die ab und zu (einmal im Jahr gibt es eine bestimmte Zeit, wo etliche das tun) vegan essen, haben aus Sojaprodukten nachgebildete Tiere, die sie essen. Für mich nicht nachvollziehbar, warum ein Essen aus Soja aussehen muß wie ein halbes Hähnchen, ein Fisch oder Shrimps. Und möglichst ähnlich schmecken...

Sich da mal ein Ei drüberzuschlagen, damit haben diese Leute oft gar kein Problem. Sie sehen es nicht als Lebewesen an. Und wenn ich mir ansehe, wie sie mit Fröschen, Fischen, Hühnern umgehen, das ist so brutal und gefühllos, dass ich als Durchschnittseuropäer nur staunen kann.

Die Moral anderer ist deren Sache und deren Leben. Du kannst Dich wirksam nur mit Deiner eigenen beschäftigen. Aber Du hast schon recht, an Freunde stellt man gewisse Ansprüche. Mir gehen zB die Veganer auf den Geist (sicher nicht alle). Die können sowas von oberflächlich sein und sich chemieverseuchten Kram reinziehen und dabei wer weiß wie rumtönen, wie schlimm doch andere sind. Da kriege ich das Bedürfnis, mich nicht Veganer zu nennen. Ok, bin ich derzeit tatsächlich nicht, denn ich nehme Whey-Protein zu mir. Aber ich lebe ja noch und denke darüber nach wie ich auch das besser geregelt kriege. Proteinpulver ist hier schwer zu finden, veganes hab ich noch gar nicht gesehen. Überhaupt ist es hier schwierig geeignete Lebensmittel zu finden, weil Thai ständig Tiere essen, bei jeder Mahlzeit eigentlich. Sonst hätte ich wohl gar nicht das Bedürfnis nach Proteinpulver.

Zitat:
Ich persönlich würde den Tod, einem ganzen Leben in Gefangenschaft, wie solche Tiere es haben, vorziehen.

Das ist leicht dahergesagt. Guck Dir mal an welche Formen von Gefangenschaft Menschen auch noch für erstrebenswert halten. In einem Büro zu hocken und tagein tagaus völlig unsinnige Dinge zu tun. Der richtige Stempel hier, die Unterschrift dort und dann das Ganze in die Ablage, aus der es nie wieder auftaucht... und solche Leute glauben ein erfülltes Leben zu führen und der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen...
Dagegen wirkt ein Huhn im Käfig noch würdevoll...
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rob



Anmeldungsdatum: 10.05.2007
Beiträge: 414


BeitragVerfasst am: Mi Jun 20, 2007 8:23 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Man, hatte ich ganz vergessen Leute nicht zuverurteilen. Hast Recht!

Das ist wohl eins der wichtigsten Dinge die ich noch lernen muss. Nicht über Leute zu urteilen, warum auch immer und sie einfach als Lebewesen anzusehen.
Egtl weiß ich das ja und versuch mich ständig dran zu erinnern, wenn ich auf der Straße rumlaufe und meinen Gedanken zuhöre. Wie leicht man doch wieder schwach/rückfällig wird und/oder sowas vergisst.



Das mit dem Bürojob, ist sone Sache. Die sind ja Gefangene von sich selbst. Und hätten jeder Zeit die möglichkeit, ihr Leben zu leben.
Auch wenn vielen das vllt nicht so bewusst ist. Aber sie haben die Wahl und die Möglichkeit.
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