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redblack

Anmeldungsdatum: 23.08.2005 Beiträge: 200 Wohnort: Brandenburg FF, Kettlebell
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Verfasst am: Mi Feb 07, 2007 7:59 pm Beitrag speichern Titel: Udo Pollmer und seine Bücher |
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Vor einiger Zeit ging mal kurz der Name Udo Pollmer (Lebensmittelchemiker) hier im Forum rum und seine Radiosendung bei dradio.
Wer ihn nicht kennt, kurz gesagt: Er stellt alles auf den Kopf!
Hier gehts um folgende 2 Bücher
"Lexikon der populären Ernährungsirrtümer" und
"Lexikon der Fitneß-Irrtümer"
Nach dem ich beide Bücher gelesen hatte, gings mir auf jedenfall anders^^
Lexikon der populären Ernährungsirrtümer
Hier werden auf 355 Seiten viele Themen der Ernährung aufgegriffen von Cholesterien über Fett bis hin zu Vitaminen.
Udo Pollmer zeigt auch oft genug mit dem Feigefinger auf die Industrie und die Wissenschaft und wo alles doch eher nur Geldgemache ist.
Alles brisante denkt sich der Herr Pollmer auch nicht einfach so aus, sondern legt jedem Bericht eine ausführliche Quellenangabe bei (Wie bei beiden Büchern übridings).
Das Lieblingsthema Pollemers sind die angeblichen "Nachweise" das eine "gesunde" Ernährung meist auch nicht besser ist als alles andere, oder eher das ungesunde nicht schlechter ist als das gesunde. Nur ausgewogen sollte es sein, und spaß machen!
Lexikon der Fitneß-Irrtümer
Dieses Buch hat nun nicht das zu bieten, was man hier vielleicht gerne erwartet hätte. Aber Fitness ist ja nun mal ein weiter weiter Begriff. Hier musst ich mich manchmal durch die 480 Seiten durchquelen. Aber interessant ist es im Nachhinein doch. Und Sport aus gesundheitsgründen lässt man dann auch sein^^
War zwa rnun kein sehr großer Bericht aber holt euch die Bücher vielleicht trotzdem, seinen Horizont kann man ja immer mal umgraben...oder so...
T0M _________________ wikinger-shirts.de
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Guest
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mipooh
Anmeldungsdatum: 13.10.2005 Beiträge: 2055 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do Feb 08, 2007 4:31 am Beitrag speichern Titel: |
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Dieser Mann verfügt über interessante Erkenntnisse was Lebensmittel angeht, seine Einstellung bzw seine Schlußfolgerungen wird aber nicht jeder nachvollziehen wollen.
Wie ich ihn verstehe, sagt er am Ende, es ist sowieso alles egal... und die Einstellung teile ich nicht. _________________ Es gibt gar keine "Zivilisationskrankheiten", es gibt nur verschiedene Symptome einer einzigen Krankheit und die heisst "Zivilisation". |
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redblack

Anmeldungsdatum: 23.08.2005 Beiträge: 200 Wohnort: Brandenburg FF, Kettlebell
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Verfasst am: Do Feb 08, 2007 11:04 am Beitrag speichern Titel: |
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| mipooh hat folgendes geschrieben: |
Wie ich ihn verstehe, sagt er am Ende, es ist sowieso alles egal... und die Einstellung teile ich nicht. |
Ja so kann man siene Einstellung schon bezeichnen. Aber er meint auch, das man nur Sport machen sollte, wenn man es für sich will und nicht weil die Medien es sagen. wer sich an alle vorschriften hält und unglücklich ist hat davon auch nicht mehr als der, der sich nicht daran hält und auch unglücklich ist. Nur wer beim Sport Spaß hat sollte ihn auch wirklich betreiben, auch wenn man vielleicht manchmal am ende kotzen muss^^
So wird zum Beispiel dargelegt, dass Raucher im Schnitt rund 1 Jahr weniger Leben als Nichtraucher und Sportler rund 4 Monate länger leben. Keine wirklich Lebensausbeute. Was abe rnicht gesagt wird ist der Lebensumstand den man daraus zieht. Das Rauchen Nachteile hat kann man ja nicht wegwischen. also währe eine aussage besser, welche Menschen von denen am glücklichsten waren. Aber das ist sicherlich auch wieder für jeden individuell, schlißlich sind wir alle ein bischen anders... _________________ wikinger-shirts.de
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mipooh
Anmeldungsdatum: 13.10.2005 Beiträge: 2055 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Do Feb 08, 2007 3:06 pm Beitrag speichern Titel: |
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Nun, es sollte sowieso jeder sehen, dass er das aus seinem Leben macht was er möchte. Er/sie hat schliesslich nur eines.
Dazu gehört auch, dass man sich gut anguckt, was einem so alles an super-optimal-hyper-sonder-verschärft angeboten wird.
Sport macht Spaß, allerdings muss man sich ein wenig dran gewöhnen, dass er anstrengend ist. Für manche eben schon zu viel...
Die sollen halt dahinsiechen... wenn sie das vorziehen. _________________ Es gibt gar keine "Zivilisationskrankheiten", es gibt nur verschiedene Symptome einer einzigen Krankheit und die heisst "Zivilisation". |
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timok
Anmeldungsdatum: 29.11.2007 Beiträge: 2
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Verfasst am: Do Nov 29, 2007 6:07 pm Beitrag speichern Titel: |
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Hallo
zur Ergänzung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Pollmer
http://www.susanne-warmuth.de/ernaehr.html
http://www.susanne-warmuth.de/fitness.html
Ich finde das nicht unbedingt schlecht, was Pollmer schreibt. Ich finde auch nicht gut, dass die Medien und die Politik den Menschen eine selbst definierte Idealfigur fast aufzwängen wollen.
Besonders die Politik scheint durch massive Förderung von Fussball (was ein hohes Verletzungsrisiko für die aktiven bedeutet) das einfache Volk ruhig stellen zu wollen um von eigentlichen Problemen abzulenken. Zu dem Ablenkungsmanöver gehört ja auch der derzeitige Antiterrorwahn.
Dazu kommen noch geschäftliche Interessen, die in jedem Dorf mindestens ein Fitnessstudio haben entstehen lassen. Diese Studios "gehen" nicht schlecht und somit kann ich die allgemein beklagte Unsportlichkeit junger Menschen nicht wirklich nachvollziehen. Auch wenn manche diese Studios mehr als Vergnügungs-Center denn als Ort körperlicher Ertüchtigung ansehen, ist jede zusätzliche Bewegung für Bewegungsmuffel besser als gar keine. Sieht man sich auf der Straße um, sieht man auch bei weitem nicht so viele Dicke wie die Medien uns vorjammern.
Eigengewichtübungen werden von den Medien selten beworben, denn damit können Geschäftsleute schlechter Geld machen. Außer durch das Anbieten von Kursen, Bücher, CDs, DVDs. Selbst im Schulsport sind BWEs gewöhnlich kein Thema, man spielt da lieber Mannschaftssportarten und die meisten Lehrer können keine Begeisterung rüberbringen und glauben, nur mit ihrer Benotung nach Nasenfaktor motivieren zu können. Da ist fast jeder Ausbilder bei der Bundeswehr besser. Dort versteht man es auch, auf Leistungsunterschiede verschiedener Menschen individuell einzugehen. So jedenfalls meine Erfahrung.
Motiviert durch die Medien werden dann solche Videos http://de.youtube.com/watch?v=zBN20aiQYRI ins Internet gestellt, die sicher nicht die Fitness heutiger Jugend repräsentieren. Wobei natürlich nicht klar ist, wieviel diese Leute vorher schon gemacht haben und nun im erschöpften Zustand noch Liegestütze machen sollen.
Auch bei "Bionahrungsmitteln" stehen vorwiegend geschäftliche Interessen dahinter.
Ich denke, auch Sportler sollten akzeptieren, dass nicht jeder Mensch durch Sport glücklicher wird. Die Menschen sind verschieden und jeder muss für sich seinen Weg finden. Nicht jeder Sportmuffel ist übergewichtig und leidet unter Zivilisationskrankheiten. Mancher ernährt sich "ungesund", macht keinen Sport, sitzt nur im Büro und wird nicht dick. Ein anderer fährt jeden Tag über 30 km mit dem Rad und kämpft mit seinem Übergewicht.
Das sogenannte Idealgewicht, egal nach welcher Formel berechnet, ist auch eine sehr willkürliche Definition und berücksichtigt nicht genetische Unterschiede. Mancher würde sich mit seinem sogenannten Idealgewicht nicht wohl fühlen und es würde auch nicht zu ihm passen. Unbestritten bleibt natürlich trotzdem dass hohes Übergewicht schädlich ist. Aber übermäßiger Sport wie im Leistungssport ist ganz sicher auch nicht gut. Ein Marathon ist meiner Meinung nach meistens zu viel, auch für trainierte Leute. Für so etwas ist der Mensch nicht gebaut, von Ausnahmen vielleicht abgesehen.
Auch die Tendenz zum Muskelaufbau und die Figur hat mehr mit Genetik zu tun, als erfolgreiche Sportler zugeben wollen. Das sind keine Ausreden der Sportmuffel. Manchen Körper kann man nunmal besser trainieren, manchen schlechter.
| Zitat: | Sport macht Spaß, allerdings muss man sich ein wenig dran gewöhnen, dass er anstrengend ist. Für manche eben schon zu viel...
Die sollen halt dahinsiechen... wenn sie das vorziehen. |
Unpassende Bemerkung. Sport macht nicht jedem Spaß. Das muss jeder mit sich selber ausmachen. Millionen Menschen passen nicht in das übliche Klischee: Bewegungsmuffel und Fettleibigkeit. |
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the_ANSWER

Anmeldungsdatum: 05.09.2004 Beiträge: 1246
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Verfasst am: Do Nov 29, 2007 7:32 pm Beitrag speichern Titel: |
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@Timok: Erstmal willkommen im Forum.
Dein Beitrag wimmelt allerdings von Verallgemeinerungen und Behauptungen.
1. Statistisch gesehen, wäre auch jeder fünfte ein Chinese. Das dies nicht immer hinkommt, ist klar. Drei Mio. Türken leben in Deutschland. Das sind etwa 4 Prozent. Lebst du aber in Berlin Kreuzberg, würdest du eher auf 100 Prozent tippen. Deswegen ist es albern zu sagen, wenn ich auf die Straße gehe, sehe ich aber weniger dicke. Das sind nicht 50 Prozent.
2. Fußball wird eher verlangt. Inwiefern steuert das bitte die Regierung? Die Mio., die jedes Wochenende ins Stadion pilgern sind doch höchstens vom "Kicker" aber nicht von der Regierung manipuliert. Woher hast du diese Behauptung?
3. Idealfigur, was von dir scheinbar synomym mit Modelfigur benutzt wird, diktiert doch eher die Modebranche. Wo siehst du da den Ansatz der Regierung oder Politik?
4. Idealfigur aus gesundheitlicher Sicht ist nicht blind definiert, sondern orientiert sich daran, was gesund für den Menschen ist. Und allein die Kosten, die anfallen, für Menschen mit Adipositas, sind enorm. Die Folgeerscheinungen längst bekannt. Dadurch sinkt die Lebensqualität und Lebenserwartung der betreffenden Person. Gequälte Gelenke, Diabetis Typ 2, erhöhtes Herinfarktrisiko etc. Die Liste ist lang. Hat also nichts mit willkürlicher Definition zu tun - im Gegensatz zur Modelfigur. Und es betrifft eben nicht nur Adopositas-Erkrankte, sondern eben auch nicht so stark übergewichtige.
5. Nur weil es fast überall Fitnessstudios gibt, bedeutet das erst einmal nichts. Die meisten Leute trainieren falsch, nicht lange genug (insgesamt) oder eben gar nicht. Körperliche Degenerierung - auch wenn sich das jetzt etwas drasstisch anhören mag - ist bei vielen, speziell im Alter deutlich sichtbar. Rückenprobleme, Herzinfarkt, Diabetis, all diesen Krankheiten bzw. Problemen könnte durch mehr Bewegung und bessere Ernährung ein gutes Stück entgegen gewirkt werden.
6. Die liebe Genetik. Mittlerweile gehört sie zum allgemeine Wortschatz eines jeden Trainierenden. Wann immer jemand etwas Großartiges vollbringt oder einfach super trainiert ist, kommt fast reflexartig der Verweis auf die guten Gene. Mal davon abgesehen, dass dir eh niemand sagen kann, wie "gut" oder "schlecht" deine Gene sind, kann jeder - körperliche Behinderungen ausgeschlossen - ein gewisses Niveau erreichen. Spitzensportler werden nur wenige, ist aber eh ungesund Fit werden kann jeder, der den Willen dazu hat. _________________ Sehr gute Websites für Anfänger und Fortgeschrittene:
www.eigenerweg.com
www.rosstraining.com
www.crossfit.com |
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joesixpack

Anmeldungsdatum: 11.07.2006 Beiträge: 67 Wohnort: Deutschland Laufen, Rennrad, (Karate)
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Verfasst am: Do Nov 29, 2007 8:52 pm Beitrag speichern Titel: Büro vs. Torfstechen |
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Hallo,
der zentrale Punkt ist ein Mindestmaß an Bewegung.
Bis vor einigen Jahrzehnten hat der Alltag selbst für Büroarbeiter körperliche Anstrengung beinhaltet, und sei es nur die Benutzung von Treppen.
Diese Veränderung schlägt allerdings nicht im Ernährungsverhalten nieder. Der täglich aufgenommene Kalorienumfang entspricht wohl eher dem eines Torfstechers.
JSP _________________ Man wird selten irren, wenn man extreme Handlungen auf Eitelkeit, mittelmäßige auf Gewohnheit und kleinliche auf Furcht zurückführt.
Nietzsche |
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timok
Anmeldungsdatum: 29.11.2007 Beiträge: 2
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Verfasst am: Fr Nov 30, 2007 12:38 am Beitrag speichern Titel: |
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Hallo
| Zitat: | | Dein Beitrag wimmelt allerdings von Verallgemeinerungen und Behauptungen. |
Nein deiner.
Zu 1:
Statistische Spielereien. Ich kenne nicht nur eine Stadt, nicht nur eine Einkommesklasse, nicht nur Deutsche, nicht nur Türken,...
Zu 2:
Warum wird Fussball vom Volk "verlangt"? Weil die Gehirnwäsche der Medien und der Politik perfekt funktioniert. Wer baut die Stadien und wer profitiert finanziell davon? Warum reist sich jedes Land darum, die WM austragen zu dürfen? Dass Politik und Medien das Volk dummhalten will ist wohl offensichtlich. Sieht man ja auch an der Themenauswahl in den Nachrichten. Viele wichtige Sachen findet man nur im Internet, nur wer macht sich die Mühe, diese zu suchen? Da bietet
Man bietet dem Volk lieber Spiele, damit sie auf andere Gedanken kommen und die Politik weniger hinterfragen.
Zu 3:
Um magersüchtige Modelfiguren ging es nicht. Eher um solche, die in "normaler" Werbung gezeigt wird. Von der Modebranche sprach ich nicht.
Zu 4:
Kein Mensch weiß, was das Idealgewicht wirklich ist. Kein Mensch weiß, welches Gewicht gesund ist, zumal das bei jedem Mensch anders ist, auch bei Menschen gleicher Körpergröße und gleichen Alters. Somit sind alle Definitionen zum Idealgewicht reine Willkür. (Genauso verhält es sich mit der Festlegung von Grenzwerten von Schadstoffen in Nahrungsmitteln. Diese Grenzwerte sind nur politische Entscheidungen und keine wissenschaftliche. Es gibt nämlich keinen Grenzwert, ab dem eine Substanz schädlich ist. Es gibt nur eine politische Entscheidung, die definiert, welche Risikowahrscheinlichkeit zumutbar ist.)
Hättest du mein Posting verstanden, hättest du auch erkannt, dass mir selbstverständlich die negativen Folgeerscheinung von Fettsucht (wo Fettsucht beginnt ist wieder Definition) klar sind und dass ich diese Extremfälle sicher nicht positiv finde.
Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Adipositas
Zu 5:
Soweit OK.
Aber das war vor 20 oder 30 Jahren auch nicht besser. Eher schlechter, weil damals die Fitness und die "gesunde" Ernährung nicht so im öffentlichen Bewußtsein war wie heute. Die Fitnessstudios haben ganz sicher einen positiven Effekt, zwar vorrangig für den Betreiber, aber auch für den Kunden.
Zu 6:
Klar, jeder kann seine Fitness verbessern. Der eine mehr und schneller, der andere weniger. Einer ist ohne Sport halbwegs fit, ein anderer ist nach einer Minute Treppensteigen fast K.O. Der eine schafft ohne jemals Sport gemacht zu haben 20 Liegestütze, ein anderer schafft keine. Wer unterschiedliche Trainingsfähigkeit absteitet, hat keine Ahnung. Beim Essen ist es entsprechend. Der eine setzt leichter eine Wampe an als der andere.
Zur Genetik siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Adipositas#Genetische_Faktoren
http://de.wikipedia.org/wiki/Adipositas#Neurobiologie
http://www.ifap.de/bda-manuale/adipositas/ursachen/genetik.html
http://www.google.com/search?hl=de&client=iceweasel-a&rls=org.debian%3Ade-AT%3Aunofficial&q=Adipositas+genetik&btnG=Suche&lr=
> Bis vor einigen Jahrzehnten hat der Alltag selbst für Büroarbeiter
> körperliche Anstrengung beinhaltet, und sei es nur die Benutzung von
> Treppen.
Da hat sich in den letzten 30 Jahren aber kaum was geändert. Fahrstühle gab es damals auch schon und Treppen gibt es heute immer noch. Abgesehen davon bringt es so viel auch nicht, 2 Stockwerke die Treppe zu gehen. Sicher ist es besser als nichts.
Ich finde es ziemlich unwissend, die Dicken pauschal zu beschuldigen, sie würden sich zu wenig bewegen und zu ungesund ernähren. So einfach ist es nämlich nicht. |
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Wursti

Anmeldungsdatum: 27.08.2006 Beiträge: 1134
Boxen, Funktionstraining
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Verfasst am: Fr Nov 30, 2007 2:52 am Beitrag speichern Titel: |
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| Zitat: | Zu 1:
Statistische Spielereien. Ich kenne nicht nur eine Stadt, nicht nur eine Einkommesklasse, nicht nur Deutsche, nicht nur Türken,... |
Erstens sind das keine statistischen Spielereien, was du auch in keiner Weise entkräftet hast.
Zweitens ist deine eigene Wahrnehmung konstruiert. Für dich gilt diesen Vorwurf zu entkräftigen um dieses Argument überhaupt geltend zu machen. Ansonsten ist das eine ziemlich haltlose und prämoderne Behauptung.
| Zitat: | Warum wird Fussball vom Volk "verlangt"? Weil die Gehirnwäsche der Medien und der Politik perfekt funktioniert. Wer baut die Stadien und wer profitiert finanziell davon? Warum reist sich jedes Land darum, die WM austragen zu dürfen? Dass Politik und Medien das Volk dummhalten will ist wohl offensichtlich. Sieht man ja auch an der Themenauswahl in den Nachrichten. Viele wichtige Sachen findet man nur im Internet, nur wer macht sich die Mühe, diese zu suchen? Da bietet
Man bietet dem Volk lieber Spiele, damit sie auf andere Gedanken kommen und die Politik weniger hinterfragen. |
Genau hier manifestiert sich der Vorwurf der Begründunglosigkeit. Du unterstellst einer Obrigkeit einen bösen Zweck, welchen du aber in keiner Weise beweist, sondern benutzt diese Unterstellung als Prämisse, was deine Ausführungen auf tönerne Füße stellt.
Das Phänomen der "Volksverdummung" erkenne ich in jedem Falle an, aber nicht, dass das ein von den Herrschenden gesteuerter Prozess ist. Gibt ja auch keinen Grund einer Unterstellung Glauben zu schenken.
| Zitat: | Zu 3:
Um magersüchtige Modelfiguren ging es nicht. Eher um solche, die in "normaler" Werbung gezeigt wird. Von der Modebranche sprach ich nicht. |
Wiederum bezieht sich dieser Punkt auf einer Unterstellung einer bösen Absicht. Werbung arbeitet natürlicherweise mit den Wünschen der Umworbenen. Logischerweise wünscht sich jeder attraktiv zu sein. Also werden die Produkte mit entsprechenden Personen abgebildet. Natürlichweise existiert eine Rückkopplung, aber ohne die fortwährende Bestätigung durch eine genügend große Masse an Menschen, könnte ein Ideal überhaupt nicht durch die Werbung beeinflusst werden, denn ohne Rückkopplung kann es keinen institutionellen Wandel geben.
Diese These lasse ich mal unbegründet, denn es ist Konsens der Soziologie.
| Zitat: | Zu 4:
Kein Mensch weiß, was das Idealgewicht wirklich ist. Kein Mensch weiß, welches Gewicht gesund ist, zumal das bei jedem Mensch anders ist, auch bei Menschen gleicher Körpergröße und gleichen Alters. Somit sind alle Definitionen zum Idealgewicht reine Willkür. (Genauso verhält es sich mit der Festlegung von Grenzwerten von Schadstoffen in Nahrungsmitteln. Diese Grenzwerte sind nur politische Entscheidungen und keine wissenschaftliche. Es gibt nämlich keinen Grenzwert, ab dem eine Substanz schädlich ist. Es gibt nur eine politische Entscheidung, die definiert, welche Risikowahrscheinlichkeit zumutbar ist.)
Hättest du mein Posting verstanden, hättest du auch erkannt, dass mir selbstverständlich die negativen Folgeerscheinung von Fettsucht (wo Fettsucht beginnt ist wieder Definition) klar sind und dass ich diese Extremfälle sicher nicht positiv finde. |
Vollkommen richtig. Die genauen Grenzen sind selbstverständlich mehr oder weniger willkürlich. Das widerspricht aber überhaupt nicht dem Punkt, auf welchen du dich beziehst, denn die Grenzen nehmen ebenso selbstversändlich Bezug zu Gesundheit.
Hättest du seinen Post verstanden, hättest den Nichtbezug erkannt.
| Zitat: | Zu 5:
Soweit OK.
Aber das war vor 20 oder 30 Jahren auch nicht besser. Eher schlechter, weil damals die Fitness und die "gesunde" Ernährung nicht so im öffentlichen Bewußtsein war wie heute. Die Fitnessstudios haben ganz sicher einen positiven Effekt, zwar vorrangig für den Betreiber, aber auch für den Kunden. |
Hast du schonmal in den KiGa geguckt? Es gibt Kinder, die nicht auf einer Linie gehen können, die in der Vorschule motorisch nicht in der Lage sind sich die Schuhe zu binden.
Als ich im Kindergarten war, wurden solche Kinder auf das Übelste gemobbt und fertig gemacht.
Die Jugendlichen und Kinder, die ich erleben muss, sind fast ausnahmslos verkümmert (ich nenne das im RL freiwillig verkrüppelt). In unserem Boxverein gibt es tatsächlich regelmäßig Leute, die nichteinmal einen Hampelmann können. Oder Leute, die es nicht schaffen nach vier Monaten (!) Training den Schritt mit dem Schlag zu synchronisieren.
In der Grundschule hat man massiv Probleme mit den Kleinen in Bezug auf die Motorik.
Solche Erlebnisse bestätigen für mich eine sehr harte Aussage zu unserer Gesellschaft: Wir sind körperliche Krüppel auf freiwilliger Basis.
Allein der PFT in der Bundeswehr ist ein totaler Witz. Und es gab tatsächlich Leute bei uns, die da durchgefallen sind.
| Zitat: | Zu 6:
Klar, jeder kann seine Fitness verbessern. Der eine mehr und schneller, der andere weniger. Einer ist ohne Sport halbwegs fit, ein anderer ist nach einer Minute Treppensteigen fast K.O. Der eine schafft ohne jemals Sport gemacht zu haben 20 Liegestütze, ein anderer schafft keine. Wer unterschiedliche Trainingsfähigkeit absteitet, hat keine Ahnung. Beim Essen ist es entsprechend. Der eine setzt leichter eine Wampe an als der andere. |
Tut er ganz und garnicht. Er drückte nur seine Nichtakzeptanz gegenüber der Position, Genetik sei der entscheidende Faktor, aus.
| Zitat: | | Ich finde es ziemlich unwissend, die Dicken pauschal zu beschuldigen, sie würden sich zu wenig bewegen und zu ungesund ernähren. So einfach ist es nämlich nicht. |
Wenn "pauschal" ausnahmslos heißt, dann stimme ich dir zu. Aber selbstverständlich ist verbreitete Fettleibigkeit ein Problem der Moderne und insbesondere der Postmoderne (ekliger Begriff).
Anfang des 20. Jahrhunderts war ein solches Phänomen quasi nicht existent.
| Zitat: | | Ich denke, auch Sportler sollten akzeptieren, dass nicht jeder Mensch durch Sport glücklicher wird. Die Menschen sind verschieden und jeder muss für sich seinen Weg finden. |
Genau solche Sätze sind hervorragende Marker für die extreme Fehlentwicklung unserer Gesellschaft. Man stelle sich einen solchen Kommentar mal in der UDSSR vor.
Der Körper ist dazu konstruiert sich zu bewegen, sich täglich zu bewegen. In der Natur gibt es den Bewegungszwang (Nahrungsbeschaffung etc.). Faulheit ist in freier Wildbahn ein Mittel um die Effektivität der Aktionen mit dem Ziel des Überlebens zu erhöhen.
Wenn man jetzt aber den Bewegungszwang entfernt, verliert auch die Faulheit ihren natürlich Gegenspieler und das Gleichgewicht, auf welches sich der Körper eingespielt hat (von seiner Veranlagung her), funktioniert nicht mehr.
Hier liegt die Stellschraube, an welcher die "Zivilisationskrankheit" (=freiwillige Verkrüppelung) angeschlossen ist. Weiterhin Faulheit, aber kein Bewegungszwang. Das führt zu einem körperlichen Unwohlsein, was in unserer Gesellschaft zum Standart geworden ist.
Bereits moderater Breitensport ist eine effektive Therapie gegen Depression (effektiv=hohe Erfolgsquote).
Eine ehemalige Mitschülerin (Oberstufe) hat sich regelmäßig über die vielen schweren Bücher beschwert. Ich und meine Kumpel haben in der 5. und 6. Klasse immer alle Schulbücher, die wir insgesamt hatten, mitgenommen, weil wir zu faul waren, die Tasche zu packen, was überhaupt kein Problem für uns war (und er war ein wirklich kleiner zierlicher Viatnamese).
Schon bei den kleinsten Alltäglichkeiten sehe ich die "Durchschnittlichen" massive Einschränkungen in Kauf nehmen. Kaum ein kurzer Sprint zur Bahn, pumpen die 10min kurz vorm Kollaps. Männer müssen Bierkisten zu zweit tragen. Eine erschreckende Mehrheit der Frauen schmiert sich die Fresse zu und investiert mehr als eine Stunde am Tag in die Beschmückung ihrer selbst, weil sie, bewegungslos wie sie sind, nicht zufrieden mit ihrem Körper sind.
Dank des metrosexuellen Mannes ist es für beiderlei Geschlecht ein logisches Verhalten viel Geld, Zeit und Mühe in die Verpackung (Kleidung, "Stil", usw.) zu investieren und den eigentlichen Kern, den Körper, verschimmeln zu lassen.
Meine Fresse, es gibt eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Leute, die nichteinmal einen Purzelbaum machen können.
Naja, fertig geschreibselt. Mein Standpunkt sollte klar sein. _________________ Muscle-Corps |
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the_ANSWER

Anmeldungsdatum: 05.09.2004 Beiträge: 1246
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Verfasst am: Fr Nov 30, 2007 7:42 am Beitrag speichern Titel: |
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Danke, Wursti. Du verstehst mich
EDIT: Doch noch ein paar Worte von mir.
Zu 1 und 2: Ich will nicht bestreiten, dass du mehr als einen Stadtteil kennst. Dies war nur ein Beispiel. Denn der Eindruck des Einzelnen ist eben nur ein Eindruck. Die Statistik gibt aber einen besseren Überblick der Situation, auch wenn natürlich wichtig ist, wer oder was in die Statistik mit einbezogen wurde, aber in so einem einfach Fall wie dem Übergewicht ist das Ergebnis doch schwer bestreitbar.
Der Politik eine Verdummung oder Ablenkung durch Fußball zu unterstellen, bedarf doch mehr Ausführung. Inwiefern geschieht dies? Ist das nur dein Eindruck oder hast du dafür auch andere Quellen? Ansonsten bleibt das eben nur dein Verdacht, den ich beim besten Willen nicht teilen kann.
Zu 4: Mir ging es, vielleicht ist das nicht deutlich geworden, um ein gesundheitliches, nicht um ein ästhetisches Ideal. Und das Übergewicht und Unsportlichkeit nicht gesund sind, willst du doch nicht bestreiten, oder?
Trotzdem würde mich Interessieren, da du mir Unwissenheit vorgeworfen hast, wieso dicke Menschen daran nicht selber schuld sind? Ausgenommen der Fall einer Krankheit, der aber statistisch gesehen nicht so häufig vorkommt.
Zu 6: Ich hatte doch deutlich geschrieben, dass ich der Überzeugung bin jeder kann fit werden, wenn eben keine körperlichen Behinderungen vorliegen. Training ist doch dafür da, um besser zu werden. Einfaches Beispiel: Am Anfang schafft eine Viertelstunde durchzulaufen, dann zwanzig Minuten, später sogar dreißig. Du beschreibst dies aber als Dauerzustand, so dass es manche eben "von Natur aus" drauf haben und andere eben nicht. Dies sei eben so. Und das bestreite ich. Die genetische Grenze erreichen, behaupte ich, die allerwenigsten. Zumindest unter den Hobbysportlern, die wir hier alle sind, wahrscheinlich keiner.
Und danke für die Links, aber ich musste und werde mich noch uni-bedingt mit der Genetik auseinandersetzen müssen. |
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