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andy Site Admin

Anmeldungsdatum: 16.01.2004 Beiträge: 2876
Eskrima
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Verfasst am: Mo Jun 26, 2006 10:10 am Beitrag speichern Titel: Die Kunst zu leben |
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[...] Zugegeben, es ist leichter, sich anderen unterzuordnen, als aus der Abhängigkeit auszubrechen und eigene Wege zu gehen. Aber wer die individuelle Freiheit sucht, wird sich dieser Mühe unterziehen müssen.
Hier sind die Stationen auf diesem Weg:
1. Station:
Die Aussichten, die Sie zur Veränderung Ihrer bisherigen Lebensgewohnheiten veranlassen, müssen verlockender sein als die Trägheit, unter dem Einfluß anderer zu bleiben.
Dazu bedarf es zuallererst der Änderung gewohnter Vorstellungen. Etwa der zwanghaften Ansicht, als junger Mann gelte man nur etwas, wenn man Zigaretten raucht und Bier trinkt und schneller als andere mit dem Auto fährt.
Wer nach diesen Verhaltensvorbildern lebt, unterwirft sich dem Zwang einer Gruppendisziplin. Vielleicht stellt er manchmal diese Regeln in Zweifel. Aber er ändert nichts daran, weil er sich sagt: »Wenn ich nicht mehr rauche und kein Bier trinke, machen sich die anderen über mich lustig. Und das wäre für mich schmerzlich.«
Wer also diese Einstellung ändern will, muß sein Verhaltensvorbild von Grund auf ändern. Er muß sich sagen: »Ich bin mir darüber im klaren, daß Rauchen, Trinken und die sinnlose Autoraserei nichts anderes bringen als Gefahr für mich und mein Leben - also ändere ich meine Einstellung.«
2. Station:
Sobald wir diese Einstellung - von der die Mitwelt noch nichts weiß - gefällt haben, müssen wir zwei Kräfte in uns aufbauen:
a) die Disziplin, bei unserem Entschluß zu bleiben,
b) die Sicherheit, anderen gegenüber unseren Standpunkt so überzeugend zu vertreten, daß sie ihn akzeptieren.
Dabei kommt uns, vorausgesetzt, wir zweifeln nicht an unserer neuen Einstellung, eines zu Hilfe: die unbewußte, bewundernde Zustimmung der anderen. Denn sie mögen noch so selbstbewußt rauchen und trinken und ihre Fahrkünste unter Beweis stellen, in Wahrheit ist es nur ein Überflußverhalten. Sie versuchen mit viel Nikotin, Alkohol und aufwendigem Imponiergehabe ihren Mangel an Selbstbewußtsein zu verdecken.
Wer dieses Selbstbewußtsein durch eine veränderte Einstellung und freiwillige Selbstdisziplin gewinnt, für den verlieren die Verlockungen des Überflusses ihren Reiz.
3. Station:
Wer seine Lebensgewohnheiten ändert, befindet sich in einem Kampf an zwei Fronten. Eine Front ist der Kampf gegen sich selbst und gegen die permanente Versuchung, in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Die zweite Front sind die Mitmenschen, die uns beneiden, weil wir etwas zuwege bringen, was sie nicht schaffen. Für sie wäre es eine Genugtuung, wenn wir scheiterten.
Dann nämlich könnten sich unsere Freunde sagen: »Siehst du, der hat auch versagt, also fange ich erst gar nicht an.« Unser Versagen wäre eine willkommene Ausrede für sie. An beiden Fronten müssen wir unentwegt Kräfte mobilisieren, und wir müssen unser Durchhaltevermögen trainieren.
Alles schön und gut, werden Sie sagen, gute Vorsätze haben wir alle von Zeit zu Zeit. Wie aber mobilisiert und trainiert man die Disziplin, solche Ziele mit Ausdauer zu realisieren?
Die Antwort lautet: Indem Sie sich einmal täglich vorstellen, wie Sie Ihre Vorsätze erfüllen können und wie glücklich Sie dabei sind. Indem Sie sich immer wieder sagen: Im selben Maße, in dem ich meine individuellen Ziele verwirklichen, meine Freiheit und mein Glück steigern will, muß ich meine Selbstdisziplin erhöhen.
Glauben Sie bitte nicht, diese Methode der Selbstlenkung sei für Sie etwas völlig Neues. Sie haben sie gewiß schon jahrelang angewandt. Allerdings waren Sie anders programmiert. Ihre Vorstellung hieß: »Ich muß dies und jenes tun, auch wenn es mir keinen Spaß macht, sonst werde ich bestraft.« Oder: »Sonst mache ich mich lächerlich.« Oder: »Sonst werde ich in meiner Gruppe nicht mehr akzeptiert.«
Es war unter diesen Voraussetzungen nicht notwendig, Ihre Phantasie zu bemühen. Oder höchstens, um sich die Nachteile auszumalen, die Sie in Kauf hätten nehmen müssen, wenn Sie sich nicht dem erwarteten Verhalten anpaßten.
Das ist jetzt anders. Jetzt können Sie den erfreulichen Vorstellungen freien Lauf lassen und nachholen, was Ihre Erzieher versäumt haben: Sie können sich durch positive Phantasie immer mehr und immer freudiger mit einer Zielsetzung identifizieren.
Tun Sie es. Täglich. Immer wieder.
Aus "Die Kunst, ohne Überfluß glücklich zu leben
- Das große Abenteuer unserer Zeit"
von Josef Kirschner
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gefunden im SinnSprüche-Newsletter |
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Guest
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thomas_c

Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 404
Taijiquan, Qigong, allg. Fitness
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Verfasst am: Mi Jun 28, 2006 10:33 am Beitrag speichern Titel: |
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HAst Du das Buch gelesen? Und wenn ja: Ist es zu empfehlen? _________________ Agere Contra
"At its best, life is completely unpredictable." - Christopher Walken |
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andy Site Admin

Anmeldungsdatum: 16.01.2004 Beiträge: 2876
Eskrima
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Verfasst am: Mi Jun 28, 2006 10:39 am Beitrag speichern Titel: |
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Hi Thomas,
nein, noch nicht. Ich habe von Kirschner "Die Kunst, ein Egoist zu sein" im Schrank stehen. Ich hatte es mal angefangen, es aber wieder beiseite gelegt, weil mir da das Ego zu stark betont wird.
Vielleicht habe ich auch vorschnell geurteilt und schaue irgendwann nochmal rein. Ich kenne auf jeden Fall einige Leute, die seine Bücher für die Persönlichkeitsentwicklung empfehlen. |
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thomas_c

Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 404
Taijiquan, Qigong, allg. Fitness
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Verfasst am: Mi Jun 28, 2006 5:32 pm Beitrag speichern Titel: |
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Hmm, da sollte man sich mal ein paar besorgen. Immerhin sind sie durchaus erschwinglich. Und etwas mehr Egoismus täte mir ganz gut  _________________ Agere Contra
"At its best, life is completely unpredictable." - Christopher Walken |
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Comrade

Anmeldungsdatum: 29.03.2006 Beiträge: 1323
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Verfasst am: Mi Jun 28, 2006 5:35 pm Beitrag speichern Titel: |
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@andy: Der Text ist aus'm SinnSprüche-Newsletter ?
EDIT: wer lesen kann...steht ja doch drunter...^^ |
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Arthy

Anmeldungsdatum: 08.11.2004 Beiträge: 76 Wohnort: Nrw/kreis kleve
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Verfasst am: Di Jul 11, 2006 10:27 pm Beitrag speichern Titel: |
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ach wie das doch alles stimmt mann sollte so eine art gleichgewicht finden denke ich !!!!! es ist manchmal sinvoll sich unterzuordnen (kaum zu glauben) ^^ |
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andy Site Admin

Anmeldungsdatum: 16.01.2004 Beiträge: 2876
Eskrima
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Verfasst am: Mi Jul 12, 2006 7:47 am Beitrag speichern Titel: |
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| Arthy hat folgendes geschrieben: | | aes ist manchmal sinvoll sich unterzuordnen (kaum zu glauben) ^^ |
Hast Du da ein Beispiel parat? |
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thomas_c

Anmeldungsdatum: 05.02.2004 Beiträge: 404
Taijiquan, Qigong, allg. Fitness
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Verfasst am: Do Jul 13, 2006 1:37 pm Beitrag speichern Titel: |
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| andy hat folgendes geschrieben: | | Hast Du da ein Beispiel parat? |
Ich denke, es ist einerseits ganz sinnvoll, eigene Fehler zu machen (und natürlich daraus zu lernen).
Aber man kann auch in eine Position kommen, wo Fehler wirklich gravierende Folgen haben. Und dann wäre es besser, sich jemandem unterzuordnen, der sich auskennt, als blind draufloszurennen. _________________ Agere Contra
"At its best, life is completely unpredictable." - Christopher Walken |
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Arthy

Anmeldungsdatum: 08.11.2004 Beiträge: 76 Wohnort: Nrw/kreis kleve
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Verfasst am: Do Jul 13, 2006 7:36 pm Beitrag speichern Titel: |
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das beispiel von thomas war schon ganz einleuchtend denke ich wenn dir jemand wirklich alles erzählen soll kannst du dich ihn gegenüber überheblich benehmen, aber wenn du sowas machst erzählt dir ein Mensch niemals alles (ich meinte sowas wie seine persöhnlichen ehrfahrungen und so Sachen halt es ist nicht gerade leicht jemanden zu sagen das mann mal Fehler gemacht hatt oder so ) aber ANDERE können auch aus den fehlern der ANDEREN lernen..... |
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nightowl 27

Anmeldungsdatum: 30.08.2006 Beiträge: 1571
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Verfasst am: Fr Nov 10, 2006 9:02 am Beitrag speichern Titel: |
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@andy:hört sich echt gut an, ich habe etwas ähnliches schonmal in "Die Angst" gelesen.von geoff thompson.er spricht von bequemzonen die sich ein mensch schafft und in denen er sich wohl fühlt weil da ein offensichtlich geringeres risiko des versagens besteht.kann ich nur allen ans herz legen. _________________ Don´t dream it-do it!
http://www.youtube.com/profile?user=nightowl27 |
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andy Site Admin

Anmeldungsdatum: 16.01.2004 Beiträge: 2876
Eskrima
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Verfasst am: Fr Nov 10, 2006 12:03 pm Beitrag speichern Titel: |
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| Hey, "Bequemzone" ist gut! Ich kannte bisher nur den englischen Ausdruck comfort zone und habe immer wieder über eine passende Übersetzung nachgedacht. Danke dafür. Das Buch werde ich mir vielleicht mal zulegen. |
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nightowl 27

Anmeldungsdatum: 30.08.2006 Beiträge: 1571
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Verfasst am: Fr Nov 10, 2006 1:08 pm Beitrag speichern Titel: |
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das freut mich denn mir hat es auf jeden fall berdeutlicht,wieviel zeit man in seinem leben so verschwendet.und wenn man den begriff der bequemzone mal auf das eigene training übertragen würde(sich hinter alten leistungen die man bequem schafft,zu verstecken)dann merkt man das zwischen leben und training eine echte paralelle vorhanden ist.immer gegen einen widerstand anzukämpfen,den man sich selbst auflädt und um dann von diesem kampf zu profitieren , das macht doch das training und auch zum grossen teil das leben aus! _________________ Don´t dream it-do it!
http://www.youtube.com/profile?user=nightowl27 |
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nightowl 27

Anmeldungsdatum: 30.08.2006 Beiträge: 1571
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Johannes88 Gast
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Verfasst am: Di Dez 19, 2006 6:58 pm Beitrag speichern Titel: |
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Interessante Dinge, die hier so angesprochen werden.
Da kommt meine Empfehlung vielleicht etwas "spiritueller" rüber, obwohl es tatsächlich sehr pragmatisch ist:
Dalai Lama - Der Weg zum Glück
Aber eure Empfehlungen werde ich auf jeden Fall mal verfolgen. |
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