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Die große Angst........

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Björn



Anmeldungsdatum: 16.01.2004
Beiträge: 1446
Wohnort: Obertshausen

BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 8:27 pm Beitrag speichern    Titel: Die große Angst........ Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Als Kampfkünstler und Lehrer habe ich viel Zeit, viel Zeit um mich öfters mal hinzusetzen und zu beobachten.........

Und wenn man diese Welt und Gesellschaft so betrachtet, ohne darüber zu urteilen, fällt einem eines auf.

Unsere Gesellschaft wird von einer riesigen Macht regiert, diese Macht hat eine unglaubliche Kraft, sie hat Millionen von Leben zerstört, Hoffnungen, Träume, Visionen und Gefühle getötet und jeden Tag spüren wir Ihre Auswirkungen in allen Bereichen unseres Lebens.

Die Schwester dieser Macht ist die Lüge und ihr Name ist Angst.

Angst ist das was die Menschheit regiert, was ihr handeln bestimmt und unsere Kulturen prägt, nicht nur seit gestern, sondern seit tausenden von Jahren.

Jedes Kind das geboren wird und unschuldig in diese Welt kommt, wird sobald es denken kann mit dieser Angst konfrontiert.

Du kannst das nicht haben, man kann nicht alles haben, diese Sätze bekommt ein Kind schon in den ersten Jahren seines Lebens zu verstehen und aus dem großartigen Kind mit Träumen und Visionen wird langsam ein Mensch..........

In der Schule geht es weiter, denn dort "lernen" wir was wichtig im Leben ist. Wir werden durch Noten definiert und unsere Eltern sorgen dafür, das wir uns täglich die Konsequenzen ausmalen, von dem was passiert wenn wir nicht "anständig" sind..............

Unsere Intelligenz wird durch standartisierte Schulfächer und Noten definiert und die Persönlichkeit eines Kindes wird auf seine schulischen Leistungen reduziert..........

Später müssen wir zur Bundeswehr, oder zum Zivildienst, wieder einmal wird für uns entschieden, wieder einmal haben wir keine Wahl.........

Bei der Berufswahl regiert die Angst. Denk an später, du willst Familie haben, tu was ordentliches...........mach was deine Berufung ist, höre auf deine Seele.........diese Sätze hört man niemals.

Jeder weiss was für uns gut ist. Wissenschaftler, Ärzte, die Politiker, die Medien, die Kirche......alle Wissen was für uns gut ist, denn alle haben Angst, Angst davor das ein Mensch auf sein Gefühl hört, Angst davor das er erkennt welches Potential in ihm steckt und das er die Kraft hat die unglaublichsten Dinge zu tun.

Die Angst nciht genug zu sein, nicht genug zu bekommen, die Angst das für alle nicht genug da ist, führt unsere Gesellschaft zu den tiefsten Verzweilfungen die man sich nur vorstellen kann.

Der Gedanke das nicht genug für alle da ist, der Gedanke das man immer kämpfen muss um ein Stück vom Kuchen zu bekommen, ist der Gedanke der uns immer mehr weg nimmt, der uns immer bedürftiger werden lässt, weil er genau das Gegenteil ist, von dem was wir in unserem Innersten fühlen.

Sind wir wirklich eine zivilisierte Gesellschaft?

Wir verurteilen Menschen zum Tode, weil sie unserer Meinung nach ein Unrecht begangen haben, aber wir sehen es als unmoralisch an, wenn sie dieser Mensch selber das Leben nimmt.

Wir können als Gesellschaft nicht einmal dafür sorgen das jeder Mensch versorgt ist. Viele von uns müssen ihre Energie darauf verwenden Geld zu verdienen um zu leben, anstatt zu Leben um das zu tun was Ihrer Seele entspricht.

Natürliche Dinge wie Sex, Ernährung, Schlaf, usw. sind für uns zu Problemen geworden, uns werden Schuldgefühle gemacht und die normalsten Sachen der Welt, sind für uns nicht mehr normal........

Ich könnte mit diesem Posting immer weiter gehen, aber der Punkt ist, das die Angst nur ihre Macht verlieren kann, wenn wir sie erkennen.

Was wäre eine Welt in der jeder einfach gibt? In der Wissenschaftler forschen um zu helfen und nicht Dinge zurück halten weil sie nicht profitabel sind.

Was würden die Menschen erreichen, wenn jeder das tun könnte, was seinen Stärken und Talenten entspricht, ohne schon von Kindheit an, geknechtet und konditioniert ztu werden?

Es würden Wunder geschehen, die Menschheit würde sich verändern und Angst und Lüge würden Ihre Macht verlieren...........

Wir haben alle die Kraft unsere Träume zu leben, wir sind Schöpfer, wir sind mächtiger als jede Angst.

Und genau deshalb bekämpft die Menschheit jeden Menschen der das Feuer in sich brennen lässt, der seinen Weg geht und der anderen Hoffnung gibt. Und wenn man ihn nicht bekämpfen kann, dann stellt man ihn auf einen Podest und erklärt ausführlich warum dieser Mensch was besonderes ist und diese Dinge tun kann.

Denn die Angst will verhindern das wir auf die Idee kommen auch unsere Träume zu leben.........

Und deshalb geht euren Weg, lebt eure Träume, glaubt an eure Visionen, es gibt kein Berg der zu hoch ist, keine Straße die ihr nicht gehen könnt und kein Mädchen das zu schön ist............

Es gibt keine Grenzen............als ich 2002 mit Royce Gracie in meiner Schule trainiert habe, dachte ich, wow vor 8 Jahren hast du ihn auf Video gesehen und da warst du 17 und heute steht er hier.........

Als ich mich letztes Jahr im Fernsehen sah, dachte ich ungefähr das gleiche.

Als ich das erste Mal gemerkt habe wie krass ich meine Figur verändert hatte, dachte ich auch, wow, wer hätte das gedacht als ich mit 13 Jahren 103 Kilo wog.

Alles ist möglich, für jeden von euch, geht raus und lebt euer Leben tötet die Angst, zerstört die Lüge................es ist unser Leben.........


In diesem Sinne

Björn
_________________
Björn Friedrich

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von andy
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Guest







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asdfghjkl



Anmeldungsdatum: 19.01.2004
Beiträge: 140


BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 8:42 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Genau das hab ich in den letzten 8 monaten gemerkt das einiges möglich ist was ich früher nie gedacht (z.B sitz ich hier grad und es zu abend, 2 Äpfel, ne banane, nen Tomatensalat und nen ebcher jogurth Wink ) hätte bzw mir nie zugetraut hätte (sowohl körperliche als auch psychische sachen).
Zu dem Ganzen komplex was du mit der Angst geschrieben hast Björn, könnte man auch mal das buch "Gespräche mit Gott" von Neale Donald e Walsch empfehlen. Nicht umbedingt was der titel erwarten lässt und genau die von dir beschriebene Angst ird oft genug aufgegriffen.

besonders erschreckend find ich den Satz "und aus dem großartigen Kind mit Träumen und Visionen wird langsam ein Mensch.......... "
Stellt sich für mich die Frage was ein Mensch heutzutage überhaupt noch ist ? Ein Individuum oder doch eher einfach nur ein Zahnrad der Gesellschafft... selbstständig ? bin grad net in schreiblaune... sorry....

Ansonsten schöner text, oft erkenn ich mich selbst wieder, unsere Gesellschafft erkennt man auch wieder...


grüße
jan
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kush



Anmeldungsdatum: 19.04.2004
Beiträge: 169


BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 8:48 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Wow Björn, du machst dir echt Gedanken.
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von andy
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DaYwAlKeR II



Anmeldungsdatum: 16.01.2004
Beiträge: 943


BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 10:22 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

hmmm,

aber wo wären wir den ohne angst?

was wäre aus uns geworden wenn der ur-mensch keine angst vor dem zäbelzahntiger gehabt hätte???

dann wären wir schon ausgestorben.

angst gehört zum menschen wie liebe, eifersucht, habgier und der andere mist... Rolling Eyes
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von andy
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buteo



Anmeldungsdatum: 25.04.2004
Beiträge: 57


BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 11:39 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ich stelle mal eine Frage, ohne Ironie, obwohl sie eigentlich kaum ohne Ironie gestellt werden kann. Sollen wir hierüber diskutieren, oder eine Meinung sagen, oder sollen wir das einfach nur so auf uns wirken lassen?
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von andy
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TrainPain



Anmeldungsdatum: 20.01.2004
Beiträge: 611
Wohnort: Pfalz
Boxen, Karate

BeitragVerfasst am: Di Jul 27, 2004 11:42 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hmm ich denke die Angst die in dem Text gemeint ist ist die Angst vor sich selber, die Angst von anderen ausgelacht zu werden nur weil man ne neue Idee/Vision hat. Die Angst vor dem Säbelzahntieger stand in dem Text gar nich zur Debatte.


Michael
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von andy
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Backekuchen



Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 128
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 9:11 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

yeah, ein Philosophie-Thread Laughing Laughing Laughing

deine Gedanken sind ganz gut, Björn, aber auch irgendwie nichts Neues.

Zitat:
Der Gedanke das nicht genug für alle da ist, der Gedanke das man immer kämpfen muss um ein Stück vom Kuchen zu bekommen, ist der Gedanke der uns immer mehr weg nimmt, der uns immer bedürftiger werden lässt, weil er genau das Gegenteil ist, von dem was wir in unserem Innersten fühlen.


Björn, wir leben nunmal in einer leistungsorientierten Gesellschaft, und diese schwere Last haben wir uns selbst auferlegt. Shit happens

Zitat:
Jedes Kind das geboren wird und unschuldig in diese Welt kommt, wird sobald es denken kann mit dieser Angst konfrontiert.


wie schon gesagt wurde, ist diese Angst natürlich, kein Kind, das auf die Welt kommt, ist unschuldig. Was ist das erste, was ein Kind machen kann ? Es kann im Grunde garnichts, außer natürlich schreien. Und es schreit, weil es Angst hat, weil es villeicht was zu essen haben möchte usw.
Diese Angst wurde dem Kind nicht von der achsobösen Gesellschaft falsch vorgelebt, diese Angst ist NATÜRLICH.




Zitat:
Wir können als Gesellschaft nicht einmal dafür sorgen das jeder Mensch versorgt ist.


ja, das ist das große Dilemma.


Zitat:
Und deshalb geht euren Weg, lebt eure Träume, glaubt an eure Visionen, es gibt kein Berg der zu hoch ist, keine Straße die ihr nicht gehen könnt und kein Mädchen das zu schön ist............


Und das ist mein größtes Problem. Das Motto: "Es gibt nichts, was der Mensch nicht kann" ist einfach ein hirngespinst. Wir Menschen sind keine Schöper, wir sind Geschöpfe. Wir haben sehr wohl Grenzen.

Wäre es wirklich deine Traumwelt, wenn jeder Mensch das machen würde, was schon immer sein Traum war ? Was soll die alleinerziehende Mutter von drei Kindern machen, die kaum genug Geld hat, um über die Runden zu kommen ? Soll sie ihren "goerdneten" Habtagsjob aufgeben, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen ?

Die Menschen neigen dazu, in ihrer Freizeit zuviele unnütze Sachen zu machen. Würde jeder seinem persönlichen Lebenstraum nachgehen, dann verspreche ich dir das größte Chaos der Menschheit. Was wäre, wenn jeder dritte eine Kampsportschule aufmachen würde ? Was würde passieren, wenn die Leute nurnoch als Basejumper durch die Welt juckeln würden ? Unser gesamtes Versorgungssystem würde zusammenbrechen
Exclamation

Der Mensch lebt, um zu überleben, und wenn Menschen zu intensiv träumen, dann können sie sehr schnell auf dem harten Boden der Realität landen. DAS wäre doch unschön Wink
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andy
Site Admin


Anmeldungsdatum: 16.01.2004
Beiträge: 2923

Eskrima

BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 10:35 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Zitat:
Björn, wir leben nunmal in einer leistungsorientierten Gesellschaft, und diese schwere Last haben wir uns selbst auferlegt. Shit happens

Komisches und fragwürdiges Argument...

Zitat:

wie schon gesagt wurde, ist diese Angst natürlich, kein Kind, das auf die Welt kommt, ist unschuldig. Was ist das erste, was ein Kind machen kann ? Es kann im Grunde garnichts, außer natürlich schreien. Und es schreit, weil es Angst hat, weil es villeicht was zu essen haben möchte usw.
Diese Angst wurde dem Kind nicht von der achsobösen Gesellschaft falsch vorgelebt, diese Angst ist NATÜRLICH.

Ich denke nicht, daß Björn von dieser natürlichen Angst spricht. Ich sehe in seinen Worten eher die Angst, die sich in Worten wiederspiegelt wie: "Du musst was aus Deinem Leben machen, sonst gehst Du unter!", "Du musst Dich durchsetzen, sonst kommen Dir andere zuvor!", "Das Leben ist kein Zuckerschlecken! Du musst Dich mit dem abfinden, was Du kriegst!"

Zitat:
Das Motto: "Es gibt nichts, was der Mensch nicht kann" ist einfach ein hirngespinst. Wir Menschen sind keine Schöper, wir sind Geschöpfe. Wir haben sehr wohl Grenzen.

Ist nur die Frage ob es natürliche und sinnvolle Grenzen sind oder ob sie durch indoktrinierte Ängste und Pseudoerwartungen der Gesellschaft gesetzt sind.

Zitat:
Was wäre, wenn jeder dritte eine Kampsportschule aufmachen würde?


Denkst Du, daß jeder dritte diesen Wunsch hat?

Zitat:
Der Mensch lebt, um zu überleben, und wenn Menschen zu intensiv träumen, dann können sie sehr schnell auf dem harten Boden der Realität landen.


Das ist glaube ich die Angst, die Björn meinte.

Sorry, daß ich das so sage, aber Du klingst wie Deine Eltern. Nicht bös' gemeint und natürlich kenne ich Deine Eltern überhaupt nicht. Ich hoffe Du verstehst wie ich das meine.

Wieviele Menschen kennst Du, die einem Studium, einem Job nachgehen oder in einer Umgebung leben, die andere für sie ausgesucht haben?
Wieviele Menschen kennst Du, denen es selbst in so einfachen Dingen wie Diskussionen nicht um's Lernen oder Diskutieren, sondern um's Gewinnen geht?

Die schwere Last der Leistungsorientierung, die wir uns selbst auferlegt haben, sollten wir uns, jeder für sich, abgewöhnen. Auf daß uns diese Scheiße nicht wieder passiert.
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wuddy



Anmeldungsdatum: 15.03.2004
Beiträge: 27


BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 11:54 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hi,

@ändy
Wieder ein super Beitrag!

Also ich würde Björns Beitrag jetzt nicht so auseinander nehmen und als Doktrin für eine utopische Gesellschaft interpretieren, deren Schwachstellen es aufzudecken gilt. Björn ist kein Sozialwissenschaftler oder Philosoph, sondern eher ein sehr „spiritueller“ Mensch, der sich Gedanken über seine Umgebung macht. Vieles in unserer Umgebung läuft nicht optimal, und dieses aufzuzeigen setzt einen Bauplan für Utopia nicht voraus…

Mit freundlichen Grüßen
wuddy
_________________
Es lebe die erkenntnismehrende Kontroverse und die Pluralität der perspektivischen Wahrheiten.
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Backekuchen



Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 128
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 1:36 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

@ändy

Zitat:
Ich denke nicht, daß Björn von dieser natürlichen Angst spricht. Ich sehe in seinen Worten eher die Angst, die sich in Worten wiederspiegelt wie: "Du musst was aus Deinem Leben machen, sonst gehst Du unter!", "Du musst Dich durchsetzen, sonst kommen Dir andere zuvor!", "Das Leben ist kein Zuckerschlecken! Du musst Dich mit dem abfinden, was Du kriegst!"


okay, aber was ist am Leistungsdruck so schlimm ? Gäbe es keinen, würde uns die Umgebung nicht sagen: "Du sollst was machen", dann würde es nurnoch mehr Leute geben, die faul auf ihren Hintern sitzen würden, anstatt was sinnvolles zu machen. Insofern kann ich euch da nicht ganz verstehen.


Zitat:
Ist nur die Frage ob es natürliche und sinnvolle Grenzen sind oder ob sie durch indoktrinierte Ängste und Pseudoerwartungen der Gesellschaft gesetzt sind.


das Problem, mit dem ich nicht zurechtkomme, ist, dass hier nie gesagt wurde, um was für Grenzen es sich handelt. Es besteht die Gefahr, dass manche Leute z.B. verstehen, es handele sich hier um körperliche Grenzen, die man durch Fighter-Fitness überschreiten kann. Um was geht es Björn, geht es ihm wirklich um die gesellschaftlichen Mißstände, die er durch spirituelle Selbstfindung und Bewusstseinserweiterung abbauen will ?
Naja, die Fragen werden wohl in seinem Buch ausreichend beantwortet.


Zitat:
Zitat:

Was wäre, wenn jeder dritte eine Kampsportschule aufmachen würde?


Denkst Du, daß jeder dritte diesen Wunsch hat?


es sollte nur als Beispiel dienen, deshalb ist es etwas überspitzt dargestellt. In meinem Freundes und -bekanntenkreis gibt es auch manche, die liebend gerne Profiboxer werden würden, oder sogar die Schule/ Studium aufgeben würden, weil sie mit ihrer Band auf die Treppe des Erfolges steigen wollen. Aber sie tun es nicht, weil es unsicherer ist, als ein guten Job bei einem Unternehmen zu haben.


Zitat:
Wieviele Menschen kennst Du, die einem Studium, einem Job nachgehen oder in einer Umgebung leben, die andere für sie ausgesucht haben?
Wieviele Menschen kennst Du, denen es selbst in so einfachen Dingen wie Diskussionen nicht um's Lernen oder Diskutieren, sondern um's Gewinnen geht?


nicht viele, also im meinem Umfeld bestimmt immernoch jeder selbst, was für einen Beruf er wählt. Und wo man lebt, das bestimmen in den jungen Jahren wohl bei jedem die Eltern. Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, worauf du hinaus willst.



@wuddy

Björn hat sich Gedanken gemacht, die er seiner Zuhörerschaft als Denkanstoss weitergibt. Das ist bewundernswert. Seine Absichten, die zweifellos gut sind, in allen Ehren, aber für die Breite Masse ist es nicht umsetzbar. Es ist einfach zu idealistisch geprägt.
Wenn auch nur indirekt, so ruft er doch zu einem Verhaltenswandel entgegen der gesellschaftlichen Norm auf. Das überschreitet die Grenze des nur aufzeigens.
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Johnny_Mauser



Anmeldungsdatum: 08.06.2004
Beiträge: 339


BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 5:09 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

"Freiheit bedeutet nicht, zu tun, was man liebt, sondern zu lieben, was man tut..." (wer das gesagt hat oder obs ein berühmtes Zitat ist, weiß ich leider nicht...)

Schöner Text, Björn, du hast den Kopf auf den Nagel getroffen.
Ich hab eigentlich auch keine großartige Lust, hier den Text auseinanderzunehmen und Björn in ein paar Stellen beizupflichten oder zu berichtigen, ich lasse ihn einfach mal so auf mich wirken, da es ein richtig toller Text ist (meiner Meinung nach) Wink

Doch eins noch:

Zitat:
Es besteht die Gefahr, dass manche Leute z.B. verstehen, es handele sich hier um körperliche Grenzen, die man durch Fighter-Fitness überschreiten kann.


Ich glaube nicht, dass Björn mit dem Text irgendeine Werbung für Fighter-Fitness macht, denn so klingt das, was du da schreibst...
Zu den körperlichen Grenzen...ich weiß nicht, wie du körperliche Grenzen definierst, aber: wieso nicht?
Jemand geht mit richtig viel Elan an eine Sache: ich nehme ein Beispiel von MIR

Ich hatte vor, einen Salto zu lernen. Im Garten. Hab mir ein paar Kissen auf den Boden gelegt und hab angefangen. WUMMS! Die ersten paar male voll auf den Rücken, oder hab soagr manchmal mit dem Kopf den Boden berührt...
Von meinen Geschwistern Kommentare wie: "Lass sein, du kannst es ja sowieso nicht..." oder "Mann, sieht das beknackt aus"
Ich muss sagen, ich war richtig geknickt. Hätte ich nicht gedacht und war schon kurz davor, zu sagen: "Okay, lass den Mist. Gehe deinen normalen Aufgaben und deinem geregelten Wochenplan wieder nach und lass es einfach!" Mehrere Minuten saß ich einfach nur auf dme Gras und habe nachgedacht...
Und dann kommt dieser "Knack" im Gehirn...Du denkst dir: Wieso soll ich eigentlich aufhören? Es war schon länger mein Wunsch, sowas zu können, einen Salto auf dem Boden zu machen.
Und weiter gings mit dem Üben...WUMMS auf den Rücken, aber es war mir egal. Einfach weiter üben, irgendwann wirds schon gehen.
Den ganzen Abend war ich also noch in meinem Garten und habe Saltos gemacht. Schmerzhafte, nicht so schmerzhafte, gute und schlechte...bsi ich mit mir selbst zufrieden war und die Guten überwogen.
Und ich denke, bald wird er perfekt sein, denn ich GLAUBE daran und habe keine ANGST mehr davor, von den anderen AUSGELACHT zu werden und auch mal etwas BESONDERES zu tun.

Stell dir zwei Flüsse vor, die eine starke Kurve machen: Welchen wird es wohl eher aus der Bahn werfen? Den Fluss, der sonst immer schnürdelgerade vor sich hingeflossen ist, oder den Fluss, der schön viele Windungen und Kurven hat und "lebhaft" durch das Land fließt?

Das kannst du auch auf das Leben übertragen...

"[...] Stelle dich der Wirklichkeit aber sei auch nachsichtig mit deinen Träumen. Habe und behalte Hoffnung [...]" -David Carradine.

Soviel von mir
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soledat



Anmeldungsdatum: 20.03.2004
Beiträge: 215
Wohnort: Cottbus

BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 6:35 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Sage mal Björn kann es sein das du zuviel Lacrimosa hörst? Das hört sich ja verdammt "depri" an. Mag ja sein das vieles so ist wie du schreibst aber es kommt auch auf die Sichtweise an. Seh es positiv oder negativ selbst wenn es negativ ist. Mensch Leute lasst euch nicht runterziehen.

Nichts für ungut ich finde es gefährlich pubertierenden Menschen soetwas vor dir Nase zu setzen.

Nochmal zum Schluß ich greife hier niemanden persönlich an. Ist nur ein Statement von mir. Very Happy
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asdfghjkl



Anmeldungsdatum: 19.01.2004
Beiträge: 140


BeitragVerfasst am: Mi Jul 28, 2004 8:41 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Hat nix mit depri zu tun wenn man sich teilweise der meinung anschließt, in meinem Fall zumindest net (könnt im mom kaum besser sein), ist mehr ne feststellung, weiß net wies bei björn is Wink

grüße
jan
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von andy
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TrainPain



Anmeldungsdatum: 20.01.2004
Beiträge: 611
Wohnort: Pfalz
Boxen, Karate

BeitragVerfasst am: Do Jul 29, 2004 1:12 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

Ich bin dafür diese Zitat Funktion abzuschaffen, dann müssen die Leute die die Texte zerpflücken viel mehr schreiben.


Michael
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Backekuchen



Anmeldungsdatum: 21.05.2004
Beiträge: 128
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: Do Jul 29, 2004 8:47 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden 

was habt ihr bloß alle ???
Oder ist es schon verboten, über einen philosophischen Text zu diskutieren ?
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